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Plaudereien eines Grosskriminellen

Mexikos Journalist Nummer 1 interviewt Drogenboss Ismael Zambada und sorgt für Aufruhr.

Kürzlich kamen in Mexiko zwei Meister ihres Fachs zu einem einzigartigen Treffen zusammen: auf der einen Seite der Drogenboss Ismael «El Mayo» Zambada, die Nummer zwei des berüchtigten Sinaloa-Kartells, und einer der meistgesuchten Männer des Landes. Auf der anderen Seite der Journalist Julio Scherer García – ein Urgestein mexikanischer Publizistik, von mehreren Präsidenten innigst gehasst, Begründer des angesehenen Wochenmagazins «Proceso» und preisgekrönter Verfasser zahlreicher Bücher.

Durch eine knappe Nachricht hatte Scherer García erfahren, dass ihn Zambada kennen lernen wolle. Falls er Interesse habe, solle er sich zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort begeben, wo man ihn abholen werde. «Nach kurzer Fahrt musste ich in ein zweites Auto umsteigen, dann in ein drittes und schliesslich in ein viertes», schreibt Scherer García.

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