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Obama plant Buffett-Steuer für Millionäre

Einkommensmillionäre sollen künftig einen Beitrag zur Sanierung des US-Haushalts zahlen. US-Präsident Barack Obama will die Abgabe, die nach dem Milliardär Warren Buffet benannt ist, morgen präsentieren.

Will Millionäre zur Kasse bitten: US-Präsident Barack Obama am 16. September in Alexandria.
Will Millionäre zur Kasse bitten: US-Präsident Barack Obama am 16. September in Alexandria.
Keystone

Als Beitrag zur Sanierung des US-Haushalts will Präsident Barack Obama eine Steuer für Einkommensmillionäre vorschlagen. Seine Pläne werde Obama am Montag bekannt geben, teilte das Weisse Haus mit.

Ein Regierungsmitarbeiter sagte, die Abgabe solle Buffett-Steuer genannt werden, in Anlehnung an den US-Milliardär Warren Buffett. Dieser hatte angesichts der staatlichen Haushaltsprobleme die Politiker des Landes jüngst zu Steuererhöhungen für Grossverdiener aufgefordert, damit Bürger dieser Einkommensstufe mindestens so besteuert würden wie Mittelklasse-Familien.

Eine zentrale Rolle

Im Anfang August vorläufig beigelegten Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern hatten mögliche Steuererhöhungen für Wohlhabende eine zentrale Rolle gespielt. Während Obamas Demokraten stärkere Belastungen forderten, lehnte die republikanische Seite diese strikt ab. Der erzielte Kompromiss enthielt schliesslich Ausgabenkürzungen, jedoch keinerlei Steuererhöhungen.

Nach Informationen der Zeitung «New York Times» wird Obama jedoch keine Details wie einen bestimmten Steuersatz oder zu erwartende Einnahmen zu der geplanten Reichensteuer bekannt geben. Sie werde als Teil eines grösseren Katalogs langfristiger Massnahmen zur Reduzierung des immensen US-Haushaltsdefizits vorgestellt. Eine Millionärssteuer würde gerade einmal 0,3 Prozent, also weniger als 455'000 Steuerzahler in den USA betreffen, schreibt die Zeitung.

AFP/wid

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