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Nordkorea will den Zucker zurück

32 nordkoreanische Schmuggler von schwerem Kriegsmaterial wurden von Panama freigelassen und können in ihre Heimat zurückkehren. Pyongyang verlangte aber auch die Rückgabe des Schiffs samt Ladung.

Sass fünf Monate in Panama fest: Der nordkoreanische Frachter Chong Chon Gang. (16. Juli 2013)
Sass fünf Monate in Panama fest: Der nordkoreanische Frachter Chong Chon Gang. (16. Juli 2013)
Keystone
Wird für die nordkoreanischen Kinder zum Jahresende gebraucht: Der beschlagnahmte Zucker in Panama. (16. Juli 2013)
Wird für die nordkoreanischen Kinder zum Jahresende gebraucht: Der beschlagnahmte Zucker in Panama. (16. Juli 2013)
Reuters
Porträts der früheren Führer Nordkoreas zieren die Wände im Schiff. (16. Juli 2013)
Porträts der früheren Führer Nordkoreas zieren die Wände im Schiff. (16. Juli 2013)
Reuters
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Panama lässt 32 von 35 nordkoreanischen Seeleuten frei, die Mitte Juli inhaftiert worden waren. An Bord ihres Frachters war unter zahlreichen Zuckersäcken auch schwere militärische Ausrüstung entdeckt worden.

Der Kapitän des Schiffes, sein Erster Offizier und ein politischer Gesandter Nordkoreas blieben aber weiter in Gewahrsam, erklärte ein Sprecher der panamaischen Behörden am Montag. Die übrigen Nordkoreaner könnten in ihre Heimat zurückkehren. Ihnen war illegaler Waffenbesitz vorgeworfen worden, was mit bis zu zwölf Jahren Gefängnis hätte bestraft werden können.

Zwei komplette Kampfflugzeuge

Nordkorea verlangt von Panama die Rückgabe des Schiffes und der Ladung von 10'000 Tonnen Zucker. Der werde benötigt, um Süssigkeiten für die Kinder für die Feiern am Jahresende herstellen zu können, hiess es. Der Zucker habe einen Wert von fünf Millionen Dollar. Ein anderer nordkoreanischer Kapitän, ein Offizier und ein Mechaniker würden in Kürze in Panama erwartet, erklärte ein Sprecher.

Das Schiff war auf dem Weg von Kuba nach Nordkorea, als es gestoppt wurde. Nach panamaischen Angaben waren zwei komplette kubanische Kampfflugzeuge an Bord. Nordkorea hatte erklärt, es handele sich unbrauchbare Waffen. Sie sollten nach Nordkorea gebracht, dort repariert und anschliessend wieder zurück nach Kuba gebracht werden. Eine UNO-Untersuchungskommission kam jedoch zu dem Schluss, dass ein Verstoss gegen die UNO-Sanktionen vorliegt.

AP/chk

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