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Netanyahu greift in US-Wahlkampf ein

Offiziell bezieht der israelische Ministerpräsident nicht Stellung im US-Wahlkampf. Doch mit der Aussage, dass der neue Präsident «eine rote Linie» gegenüber dem Iran ziehen solle, macht er seine Position deutlich.

Die Zeit werde knapp, sich gegen das Atomprogramm Teherans zu stellen: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. (Archivbild)
Die Zeit werde knapp, sich gegen das Atomprogramm Teherans zu stellen: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. (Archivbild)
Keystone

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat sich gestern indirekt in den US-Wahlkampf eingemischt. Er rief die Amerikaner in Interviews mit US-Fernsehsendern auf, einen Präsidenten zu wählen, der zum Ziehen einer «roten Linie» gegenüber dem Iran bereit sei. Die Zeit werde knapp, sich gegen das Atomprogramm Teherans zu stellen, sagte Netanyahu.

Er verglich den Iran mit dem Oklahoma-Attentäter Timothy McVeigh und verwies darauf, dass mangelnde Geheimdiensterkenntnisse verheerende Folgen haben könnten. McVeigh hatte 1995 einen Anschlag auf ein Regierungsgebäude in Oklahoma City verübt, der 168 Menschen das Leben kostete.

Unzufrieden mit Nahostpolitik

Netanyahu erklärte, dass er sich aus dem US-Wahlkampf heraushalten wolle. Er hat öffentlich weder für Präsident Barack Obama noch für dessen Herausforderer Mitt Romney Partei ergriffen.

Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass er mit Obamas Nahostpolitik und insbesondere dessen Haltung gegenüber dem Iran unzufrieden ist. Netanyahu äusserte sich in den Fernsehsendern CNN und NBC.

SDA/rbi

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