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Muhammad Ali bietet Trump die Stirn

Nun kritisiert auch einer der bekanntesten Muslime der Welt den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Akzeptierte vor Jahren einen Award der Ali-Stiftung: Donald Trump (links) mit Muhammad Ali. (24. März 2007)
Akzeptierte vor Jahren einen Award der Ali-Stiftung: Donald Trump (links) mit Muhammad Ali. (24. März 2007)
Jeff Chiu, Keystone

Boxlegende Muhammad Ali, einer der bekanntesten Muslime der Welt, reiht sich in die Liste der Kritiker des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ein. Nach Trumps umstrittenen Forderungen nach einem Einreiseverbot für Muslime in die USA rief Ali alle Islamgläubigen auf, «denjenigen die Stirn zu bieten, die den Islam benutzen, um ihre eigene persönliche Agenda voranzubringen».

«Wahre Muslime wissen, dass die rücksichtslose Gewalt von sogenannten islamischen Jihadisten den Lehren unserer Religion widerstrebt», teilte der 73-Jährige am Mittwoch in einer Erklärung mit. Er glaube, dass politische Anführer ihre Position nutzen sollten, für ein Verständnis für den Islam zu sorgen sowie klarzustellen, dass «diese fehlgeleiteten Mörder» in der Gesellschaft für verdrehte Ansichten über das gesorgt hätten, was die Religion wirklich ausmache.

Trumps Namen erwähnte Ali nicht direkt. Er richtete seine Erklärung allerdings gegen «Präsidentschaftsbewerber, die ein Verbot von muslimischer Einwanderung in die Vereinigten Staaten vorschlagen».

Trump erhielt Ali-Auszeichnung

Präsident Barack Obama hatte in seiner Rede an die Nation am Sonntag seine Landsleute aufgerufen, Diskriminierung zurückzuweisen. «Muslimische Amerikaner sind unsere Freunde und unsere Nachbarn, unsere Arbeitskollegen, unsere Sporthelden», hatte er gesagt. Auf Twitter hatte Trump reagiert, indem er fragte:«Welchen Sport meint er, und wen?» Dabei hatte Trump Ali mehrere Male getroffen. 2007 hatte er sogar eine Auszeichnung erhalten, die nach dem früheren Schwergewichtsweltmeister benannt wurde.

Muhammad Ali kam als Cassius Clay zur Welt. Er konvertierte zum Islam und änderte seinen Namen im Jahr 1964 in Muhammad Ali.

AP/chk

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