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Mitschnitt zu Playmate-Affäre bringt Trump in Erklärungsnot

Das heimlich aufgenommene Gespräch legt nahe, dass Trump über Zahlungen an ein Ex-Playmate informiert war.

Trumps Ex-Anwalt hat ein heimlich aufgenommenes Gespräch veröffentlicht. Video: Tamedia/CNN

Michael Cohen, der ehemalige Anwalt des US-Präsidenten, hat heimlich ein brisantes Gespräch mitgeschnitten – und es nun dem Sender CNN zur Veröffentlichung gegeben. Der TV-Sender CNN veröffentlichte die Aufnahme von 2016 am Dienstagabend.

Auf dem Mitschnitt ist zu hören, wie Trump und Cohen sich über den Rechtekauf an einer Geschichte mit dem Model Karen McDougal unterhalten. McDougal ist in den 90ern als Playboy-Model bekannt geworden und heute Fitness-Model. Sie gibt an, von 2006 an knapp ein Jahr lang eine Affäre mit Trump gehabt zu zu haben.

Das Magazin The National Enquirer zahlte McDougal kurz vor der Präsidentschaftswahl 150'000 Dollar für die Rechte an dieser Geschichte – und hielt dann den Bericht zurück. Trump ist mit dem Geschäftsführer des Magazin-Konzerns David Pecker befreundet, weshalb ihm eine Beteiligung an der Zahlung vorgeworfen wird.

Die Aufnahme liefert keine Beweise, aber Indizien für diese Theorie. So schlägt Cohen die Gründung einer Firma «für den Transfer der ganzen Informationen bezüglich unseres Freundes David» vor. Mit David ist möglicherweise David Pecker gemeint.

Cohen und Trump waren jahrelang enge Freunde

Einmal sagt Trump «in bar bezahlen», wobei nicht klar ist, ob er den Vorschlag macht oder ablehnt. Cohen reagiert mit einem vehementen «nein, nein, nein, nein, nein», dann fällt das Wort «Scheck». In der vergangenen Woche hatte Trumps Anwalt Rudy Giuliani gesagt, die Tonaufnahme werde beweisen, dass der heutige Präsident eine korrekte und transparente Bezahlung per Scheck gewollt habe.

Cohen war jahrelang Trumps persönlicher Anwalt und enger Freund. Er hat sogar gesagt, er würde sich in die Schusslinie werfen und eine Kugel abfangen, bevor sie Trump trifft. Die beiden haben sich allerdings im Frühjahr 2018 überworfen. Cohen war zuvor wegen einer anderen möglichen Schweigegeld-Zahlung ins Visier des FBI geraten. Er soll auch in die Affäre um russische Einmischung in den US-Wahlkampf involviert sein.

Dass Cohen die Aufnahme nach der New York Times nun auch dem CNN gegeben und offenbar einer Veröffentlichung zugestimmt hat, kann als weitere Eskalation im Konflikt zwischen den ehemaligen Partnern interpretiert werden.

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