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McCain hat Rechtsextreme unterstützt

Die US-Medien haben bereits Obamas Freundschaft zum Altrevolutionär William Ayers aufgedeckt. Jetzt heisst es, John McCain pflege Beziehungen zu Rechtsextremen.

In den 1980er-Jahren arbeitete McCain im US-Büro einer internationalen Gruppierung, welche die ultrarechten Todesschwadronen in Zentralamerika unterstützte. Das «U.S. Council for World Freedom» half den sogenannten Contra-Rebellen dabei, die linke Regierung von Nicaragua zu stürzen.

Damit steckte McCain mitten in einem der grossen politischen Skandale der Zeit: Die Reagan-Regierung unterstützte damals die Contras mit heimlichen Waffenverkäufen in den Iran. Das «U.S. Council for World Freedom» wurde nach Auffliegen der Affäre von der Justiz untersucht. Sein Status als gemeinnützige Organisation wurde offiziell aberkannt.

Kein aktives Mitglied

John McCains Verbindung zu dieser Gruppierung wird von amerikanischen Medien heftig diskutiert, seit er Barack Obama seine Freundschaft zu einem ehemaligen Revolutionär vorhielt. Der Demokrat Paul Begala sagte dem Fernsehsender ABC, dass diese von McCain gestarteten Pauschalattacken jetzt auf ihn zurückfallen. Seine Verbindung zum «Council» werde jetzt wohl erneut überprüft. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte der Gründer der Gruppierung John Singlaub, McCain habe ihn zu Anfang seiner Karriere unterstützt, sei jedoch kein aktives Mitglied gewesen.

McCain sagte jetzt, er habe sich 1984 von der Gruppe entfernt und zwei Jahre später seinen Namen von der Unterstützerliste streichen lassen. Singlaub jedoch kann sich daran nicht erinnern: «Es überrascht mich, das zu hören.» Das Wahlkampfteam von McCain bestand jedoch darauf, dass sich der Kandidat zurückgezogen habe, sobald er vermehrt zu seiner Unterstützung der Gruppe befragt worden sei.

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