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Lebenslänglich für greise Militärs

In Argentinien sind drei ehemalige Generäle aus der Zeit des schmutzigen Krieges zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Gericht in Buenos Aires konnte den rund achtzigjährigen Militärs Folter und Mord an insgesamt 17 Gefangenen aus der Zeit des schmutzigen Krieges nachweisen. Das Urteil wurde live auf den Vorplatz des Gerichts übertragen, wo sich Angehörige von Opfern versammelten, die Jahrzehnte für die Rehabilitierung ihrer Söhne gekämpft hatten.

Nach dem Militärputsch von 1976 erlebte Argentinien einige Jahre des offenen Staatsterrors durch die Militärjunta. Nach offiziellen Angaben wurden in dieser Zeit über 11'000 Argentinier entführt, gefoltert und umgebracht. Menschenrechtsorganisationen gehen von über 30'000 Opfern aus. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Studenten, deren Mütter sich zusammenschlossen, um auf dem Platz vor dem Regierungsgebäude ungeachtet ihrer Selbstgefährdung zu demonstrieren. Die furchtlosen Mütter gingen als die «Madres de plaza de Mayo» in die Geschichte ein.

Reuters/rw

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