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Lebenslänglich für argentinische Ex-Generäle

In Argentinien sind zwei ehemalige Generäle wegen der Ermordung eines Senators während der Militärdiktatur zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Gericht in der Stadt Tucumán befand den 82-jährigen Antonio Bussi und den 81-jährigen Luciano Menendez der Entführung, Folter und Ermordung des peronistischen Senators Guillermo Vargas Aignasse für schuldig. Dieser war 1976 am Tag des Militärputsches spurlos verschwunden.

Bussi kann die Strafe wegen seines Alters im Hausarrest verbringen. Menendez war im Juli wegen anderer Vergehen zu lebenslänglich verurteilt worden und sitzt bereits im Gefängnis.

Beide fühlen sich unschuldig

Die Generäle hatten die Prozesse gegen sie als ungerechtfertig abgelehnt. Bussi gehörte Mitte der 90er Jahre zu den wenigen Militärs, denen es gelang demokratisch auf einen Posten gewählt zu werden. Er war Provinzgouverneur von Tucumán, 2003 wurde er noch einmal zum Bürgermeister der gleichnamigen Provinzhauptstadt gewählt.

Während des Prozesses wies der 82-Jährige die Vorwürfe teils unter Tränen zurück. Die Unterdrückung während der Diktatur rechtfertigte er damit, dass die argentinischen Militärs sich seinerzeit «in einem Krieg» gegen die «marxistisch-leninistische Aggression» befunden hätten.

SDA/vin

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