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Küstenwache sah Katastrophe kommen

Die US Coast Guard schätzte das Ausmass der Ölkatastrophe schon Stunden nach der Explosion auf der Deepwater Horizon richtig ein. Dies belegen Logbucheinträge. Doch das Weisse Haus reagierte nicht.

Am 2. Mai kommt US-Präsident Barack Obama in die Unglücksregion, um sich selber ein Bild zu machen.
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Reuters
Shrimpboat-Kapitäne versuchen verzweifelt, den Schaden für ihre Fanggründe einzudämmen.
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Reuters
18. Februar 2011: BP kritisiert den Verwalter des Entschädigungsfonds Kenneth Feinberg. Die künftigen Schadenersatzforderungen seien zu hoch angesetzt.
18. Februar 2011: BP kritisiert den Verwalter des Entschädigungsfonds Kenneth Feinberg. Die künftigen Schadenersatzforderungen seien zu hoch angesetzt.
Keystone
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Für die zögerliche Reaktion auf die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erntete Barack Obamas Regierung Kritik aus allen Lagern. Dokumente, die das Center for Public Integrity veröffentlicht, belegen, dass das Weisse Haus von Anfang an vor dem möglichen Ausmass der Katastrophe gewarnt war.

Stunden nach der Explosion auf der Deepwater Horizon malte die US-Küstenwache in ihren Logbüchern schon ein übles Szenario: Im Fall eines Blow-Out könnten täglich 8000 Barrel Rohöl ins Meer fliessen, so die erste Schätzung der Coast Guards. Drei Tage später, lange bevor die Öffentlichkeit überhaupt von einem Leck erfuhr, korrigierte die Küstenwache ihre Schätzung um das Achtfache nach oben. Die Top-Berater warnten US-Präsident Barack Obama, dass eine Ölkatastrophe gigantischen Ausmasses drohe, grösser als das Desaster der Exxon Valdez 1989.

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