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Kuba begnadigt letzten Todeskandidaten

Die Todesstrafe gehört in Kuba definitiv der Vergangenheit an: Humberto Eladio Real – der letzte Gefangene in einer Todeszelle – darf weiterleben.

Der oberste kubanische Gerichtshof hat das einzige noch in Kraft verbliebene Todesurteil in dem Karibikstaat in eine langjährige Haftstrafe umgewandelt. Humberto Eladio Real werde nicht hingerichtet, müsse aber eine Gefängnisstrafe von 30 Jahren absitzen, sagte Elizardo Sanchez, Chef der unabhängigen kubanischen Kommission für Menschenrechte und nationale Versöhnung am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.

Real war im Oktober 1994 gemeinsam mit sechs anderen Mitgliedern einer im US-Staat Florida beheimateten Gruppe von Exil-Kubanern im Norden der Insel an Land gegangen. Die Gruppe war unter anderem mit Sturmgewehren bewaffnet. Ein Mann kam im Zuge der Landung ums Leben und nur wenig später wurden die Männer festgenommen. Real wurde zum Tode verurteilt und die übrigen Mitglieder seiner Gruppe erhielten langjährige Haftstrafen. Nach Behördenangaben habe die Gruppe damals vorgehabt, Sabotageakte auszuführen und die kubanische Regierung zu destabilisieren.

Im Laufe des vergangenen Monats hatte das der Oberste Gerichtshof bereits die Todesurteile gegen zwei Salvadorianer, die Bombenanschläge gegen Touristen durchgeführt haben sollen, in Haftstrafen umgewandelt. Anschliessend war das Todesurteil gegen Real das einzige auf Kuba in Kraft verbliebene.

dapd/mrs

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