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Krebskranker Chávez feiert sich selber

Nach seiner überraschenden Rückkehr aus Kuba gibt sich der venezolanische Präsident kämpferisch. Den Krebs hat er indes noch nicht besiegt.

Kurz vor seiner Abreise nach Kuba für die vierte Krebsbehandlung: Hugo Chávez wartet auf den bolivianischen Präsidenten Evo Morales in der venezolanischen Hauptstadt Caracas.
Kurz vor seiner Abreise nach Kuba für die vierte Krebsbehandlung: Hugo Chávez wartet auf den bolivianischen Präsidenten Evo Morales in der venezolanischen Hauptstadt Caracas.
AFP
Zusammen mit seinen Töchtern Rosa (links) und Maria steht er auf dem  Balkon des Miraflores-Palastes. (4. Juli 2011)
Zusammen mit seinen Töchtern Rosa (links) und Maria steht er auf dem Balkon des Miraflores-Palastes. (4. Juli 2011)
Keystone
Chavez wurde schon mehrmals in Kuba wegen einer Krebserkrankung behandelt. Hier links im Bild mit Fidel Castro vor seiner Rückreise nach Caracas. (4. Juli 2011)
Chavez wurde schon mehrmals in Kuba wegen einer Krebserkrankung behandelt. Hier links im Bild mit Fidel Castro vor seiner Rückreise nach Caracas. (4. Juli 2011)
Keystone
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Der gegen eine Krebserkrankung kämpfende Staatschef Venezuelas, Hugo Chávez, ist nach seiner überraschenden Rückkehr aus Kuba von seinen Anhängern in Caracas gefeiert worden. Der 56-Jährige zeigte sich in Uniform und mit rotem Barett auf dem Balkon des Präsidentenpalastes. «Es lebe Venezuela. (...) Es lebe Fidel (Castro). Es lebe Kuba. Es lebe das Leben. Und lang lebe Chávez», rief Chávez tausenden Anhängern zu.

In einer kurzen Ansprache dankte er dem früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro, der sich während seiner medizinischen Behandlung um ihn gekümmert habe. Er werde «den Kampf um sein Leben gewinnen», sagte der blasse und leicht abgemagerte Präsident weiter. . Er habe die «Schlacht» gegen den Krebs noch nicht gewonnen, sagte der Präsident, der eine venezolanische Flagge küsste. Er habe gerade erst damit begonnen, «gegen diese Krankheit in meinem Körper zu kämpfen» und müsse sich sich nach diesem «ersten Schritt» noch einer strengen weiteren Behandlung unterziehen.

Pünktlich zur Unabhängigkeitsfeier zurück

Der sozialistische Präsident war in der Nacht zum Montag aus Kuba nach Venezuela zurückgekehrt. Er war seit dem 8. Juni in Havanna gewesen, wo er zunächst an einem Abszess in der Beckengegend operiert worden war. Danach entdeckten die Ärzte bei ihm ein Krebsgeschwür und entfernten den Tumor.

Viele hatten bezweifelt, dass Chávez es rechtzeitig schafft, zu den heute anstehenden Feierlichkeiten zur 200-jährigen Unabhängigkeit Venezuelas wieder im Land zu sein. Chávez dämpfte aber die Erwartungen seiner Anhänger. Er werde wohl nicht an den offiziellen Feiern teilnehmen können, sagte er.

SDA/jak

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