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«Konzentrieren Sie sich auf Ihren Terrorismus»

US-Präsident Donald Trump greift nach dem Streit um islamfeindliche Videos die britische Premierminister Theresa May an. Geklappt hat es erst beim zweiten Versuch.

Kritisieren sich gegenseitig: Theresa May und Donald Trump. (Archivbild)
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Matt Dunham, Keystone
Seine Retweets sorgen für Empörung: Präsident Donald Trump ruft Reportern vor dem Weissen Haus etwas zu. (29. November 2017)
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Evan Vucci, Keystone
Um diese Tweets geht es.
Um diese Tweets geht es.
Keystone
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Nach der Kritik Londons an der Weiterverbreitung islamfeindlicher Videos durch US-Präsident Donald Trump hat dieser die britische Premierministerin Theresa May angegriffen. May solle sich nicht auf ihn konzentrieren, sondern auf den «zerstörerischen radikalen islamischen Terrorismus» im Vereinigten Königreich, schrieb Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter.

«@theresa_may, konzentrieren Sie sich nicht auf mich, konzentrieren Sie sich auf den zerstörerischen radikalislamistischen Terrorismus, der im Vereinigten Königreich stattfindet. Uns geht es gut!»

Dabei ist dem US-Präsidenten beim ersten Versuch ein Fehler unterlaufen: Anstatt an den verifizierten Account der britischen Premierministerin (@theresa_may) adressierte er den Tweet an einen Fake-Account ohne Unterstrich (@theresamay). Der Fehler wurde bemerkt und mit einem zweiten Tweet korrigiert.

Kritik an Trump

Zuvor hatte ein Sprecher Mays Trump scharf kritisiert, nachdem dieser kommentarlos drei islamophobe Videos geteilt hatte, die auch von der rechtsextremistischen Gruppierung Britain First verbreitet und mit islamfeindlichen Texten unterlegt worden waren. «Es ist falsch vom US-Präsidenten, das getan zu haben», sagte Mays Sprecher. Britain First versuche, die britische Gesellschaft durch den Gebrauch «hasserfüllter Erzählungen» zu spalten.

«Die britische Gesellschaft lehnt diese vorurteilsbehafteten Phrasen der Rechtsextremen mehrheitlich ab.» Denn diese seien das Gegenteil von «Anstand, Toleranz und Respekt» - Werte, für die Grossbritannien einstehe, sagte der Sprecher von Downing Street weiter.

AFP/chk

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