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Homo-Ehen werden verboten – Klage eingereicht

Nach der Volksabstimmung vom Sonntag wird die Ehe jetzt in der Verfassung von Kalifornien verboten. Gegen den Entscheid wurde jetzt Klage eingereicht.

Sie war eine der zahlreichen Homosexuellen, die in den letzten Monaten in Kalifornien geheiratet hat: Fernsehlady Ellen DeGeneres mit Portia De Rossi.
Sie war eine der zahlreichen Homosexuellen, die in den letzten Monaten in Kalifornien geheiratet hat: Fernsehlady Ellen DeGeneres mit Portia De Rossi.
Keystone

Die Mehrheit der kalifornischen Wähler sprach sich für einen Verfassungszusatz aus, der Ehen auf Beziehungen zwischen Mann und Frau beschränkt. Es war die erste Abstimmung dieser Art in einem US-Staat, in dem gleichgeschlechtliche Ehen bisher erlaubt waren. Tausende solcher Ehen wurden bereits geschlossen. Ein Urteil des Obersten Gerichts vom Mai hatte dies ermöglicht.

Homosexuellen-Aktivisten mussten auch andernorts Niederlagen einstecken: Verbote gleichgeschlechtlicher Ehen wurden in Arizona und Florida gebilligt, und in Arkansas dürfen unverheiratete Paare künftig keine Kinder adoptieren oder in Pflege nehmen. Das Gesetz zielte ausdrücklich auf Schwule und Lesben.

Klage eingereicht

Befürworter der Homo-Ehe haben unmittelbar dem abgehaltenen Referendum Klage eingereicht. Am Mittwoch beantragten Homosexuellenverbände, die Bürgerrechtsbewegung ACLU und die Städte San Francisco und Los Angeles beim Obersten Gerichtshof des Westküstenstaates, dass das Wahlreferendum «Proposition 8» für ungültig erklärt werde.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen haben sich rund 52 Prozent der Wähler für diese Initiative ausgesprochen. Danach soll nun in der kalifornischen Verfassung festgeschrieben werden, dass eine Ehe nur als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren ist.

16'000 Paare haben geheiratet

Vor einem halben Jahr hatte der Oberste Gerichtshof Kaliforniens grünes Licht für die Trauung von Lesben und Schwulen gegeben, mehr als als 16'000 Paare heirateten seitdem. Befürworter und Gegner der Homo-Ehe lieferten sich in den letzten Monaten einen über 70 Millionen Dollar teuren Kampf um Wählerstimmen.

Unklar war zunächst, ob die bereits geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen nun durch den Verfassungszusatz ihre Gültigkeit verlieren.

Kalifornien ist nach Massachusetts der zweite Bundesstaat, der die Homo-Ehe erlaubt hatte. Mitte Oktober gab auch der Gerichtshof in Connecticut grünes Licht für die Trauung von Schwulen und Lesben.

AP/oku

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