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Friedliche Demonstrationen und Randale nach Cup-Halbfinal

In Brasilien waren wieder 50'000 Menschen auf den Strassen, um gegen Korruption und soziale Missstände zu protestieren. Vor dem Fussballstadion in Belo Horizonte kam es zu Krawallen mit Verletzten.

Auch beim Confed-Cup-Final setzte die Polizei Tränengas ein, um gegen die Demonstranten anzukämpfen. (30. Juni 2013)
Auch beim Confed-Cup-Final setzte die Polizei Tränengas ein, um gegen die Demonstranten anzukämpfen. (30. Juni 2013)
Keystone
Bei Demonstrationen während des Confederations-Cup-Halbfinals ging ein Auto in Flammen auf. (27. Juni 2013)
Bei Demonstrationen während des Confederations-Cup-Halbfinals ging ein Auto in Flammen auf. (27. Juni 2013)
Reuters
Gestiegene Fahrkartenpreise lösten die Proteste in Brasilien aus. (17. Juni 2013)
Gestiegene Fahrkartenpreise lösten die Proteste in Brasilien aus. (17. Juni 2013)
Keystone
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Am Rande des ersten Halbfinal-Spiels des Confederations Cups in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte haben sich Randalierer und Polizei erneut Strassenschlachten geliefert. Während 50'000 Demonstranten friedlich gegen Korruption und soziale Missstände protestierten, versuchten Krawallmacher die Absperrgitter vor der Sicherheitszone rund um das Mineirão-Stadion einzureissen.

Sie warfen Molotowcocktails, zündeten ein Auto an und versuchten auch, ein Geschäft in Brand zu setzen. Unterdessen traf der Kongress erste Entscheidungen, mit denen er den Forderungen der Demonstranten entgegenkam.

Die Polizei setzte in Belo Horizonte Tränengas ein. Ein 21- Jähriger wurde nach Medienangaben schwer verletzt, als er von einer Strassenüberführung stürzte. In Recife und der Hauptstadt Brasília versammelten sich je 2000 Menschen zu Demonstrationen.

Brasiliens Seleção sichert sich Einzug ins Finale

In Belo Horizonte besiegte Brasiliens Seleção am Mittwoch Uruguay mit 2:1 und sicherte sich damit den Einzug ins Finale. Dort trifft Brasilien am Sonntag in Rios Maracanã-Stadion auf den Gewinner der Partie zwischen Spanien und Italien, die am Donnerstag in Fortaleza das zweite Halbfinale ausspielen.

Der Präsident des Fussball-Weltverbandes (Fifa), Joseph Blatter, sagte dem Internetportal UOL kurz vor dem Spiel mit Blick auf die Proteste: «Das sind soziale Probleme Brasiliens und nicht des Fussballs. Der Fussball bringt nur Freude, nicht nur für Brasilien, sondern für die ganze Welt.» Auf die Frage, ob er sich sicher in Brasilien fühle, erwiderte Blatter: «Natürlich».

Kongress erfüllt Forderungen der Demonstranten

Im Kongress erfüllte das Abgeordnetenhaus unterdessen mehrere Forderungen der Demonstranten. Die Kammer kassierte eine geplante Gesetzesänderung, die Ermittlungsbefugnisse der Staatsanwaltschaft einschränken sollte.

Auch sollen Milliarden-Einnahmen aus dem Ölgeschäft ausschliesslich in Bildung und Gesundheit fliessen. Der Senat stimmte am Mittwoch zudem einer Verschärfung von Strafen für Korruption vor. Geplant ist auch eine Volksabstimmung über zentrale Fragen einer Politikreform.

SDA/chk

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