Zum Hauptinhalt springen

Feigheit vor dem Volk

Über den zweiten Friedensvertrag wird in Kolumbien nicht abgestimmt.

Endlich Frieden: Der Leader der FARC-Rebellen Rodrigo Londono hebt die Arme in die Luft nachdem er in Bogota den Friedensvertrag unterzeichnet hat.
Endlich Frieden: Der Leader der FARC-Rebellen Rodrigo Londono hebt die Arme in die Luft nachdem er in Bogota den Friedensvertrag unterzeichnet hat.
Jaime Saldarriaga, Reuters

Es hat doch noch geklappt mit dem Frieden in Kolumbien: Gestern unterzeichneten der Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos und Rodrigo Londoño alias Timoschenko, der Chef der Farc-Guerilla, eine überarbeitete Version des Friedensabkommens. Eine knappe Volksmehrheit hatte die ursprüngliche Fassung am 2. Oktober abgelehnt. Die Hauptkritik der vom ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe angeführten Gegner hatte gelautet: Selbst jene Mitglieder der Farc, die schwere Verbrechen begangen haben, werden laut Abkommen nur symbolisch bestraft. Und die noch zu gründende politische Partei, in die sich die Guerilla umwandeln wird, erhält im Kongress Sitze zugeteilt, ohne sie an der Urne erobern zu müssen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.