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Farc-Rebellen lassen Gefangene frei

Die linksgerichtete kolumbianische Rebellenorganisation hat einen General und zwei weitere Geiseln Vertretern des IKRK übergeben.

Wird bald seine Familie sehen: General Rubén Darío Alzate. (15. August 2014)
Wird bald seine Familie sehen: General Rubén Darío Alzate. (15. August 2014)
AP Photo/Colombian Army press office, File

Die linksgerichtete kolumbianische Rebellenorganisation Farc hat einen General und zwei weitere Geiseln freigelassen. Rubén Darío Alzate und seine Leidensgenossen seien Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben worden, teilte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Alle Freigelassenen seien bei guter Gesundheit.

Alzates Frau sagte, sie sei unendlich glücklich. «Ich kann wieder lächeln», sagte Claudia Farfan der Nachrichtenagentur AP.

Erster entführter General

Der 55-jährige Alzate, ein Soldat und ein Anwalt waren am 16. November im Westen Kolumbiens von den Rebellen gefangen genommen worden. Daraufhin setzte Santos die seit zwei Jahren laufenden Friedensverhandlungen mit der Farc aus und verlangte die Freilassung Alzates und seiner Gruppe sowie zweier weiterer Offiziere. Um die Gespräche nicht zu gefährden, akzeptierte die Farc die Forderung und schickte aus Kuba einen ihrer wichtigsten Funktionäre. Der Mann mit dem Decknamen Pastor Alape überwachte die Übergabe der Gefangenen am Sonntagmorgen im Westen Kolumbiens.

Der in den USA ausgebildete Alzate ist der erste General, den die Rebellengruppe während ihres jahrzehntelangen Guerillakriegs entführt hat. Er wird nun unter anderem die Frage beantworten müssen, warum er die militärischen Sicherheitsbestimmungen verletzte und in Zivilkleidung mit einem Boot in eine von der Farc kontrollierte Gegend gefahren ist.

(AP)

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