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«Es ist ein unglaublicher Coup für Kim»

Die Nachricht, dass Donald Trump und Kim Jong-un ein Treffen planen, überrascht. Die ersten Reaktionen.

Zuckerbrot und Peitsche: Kim Jong-un prägt die vermeintliche Annäherung zwischen Nordkorea und den USA.
Zuckerbrot und Peitsche: Kim Jong-un prägt die vermeintliche Annäherung zwischen Nordkorea und den USA.
Michael Reynolds, Keystone
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump wollen sich zu einem Gipfel treffen. Kim hat Trump zu dem Treffen eingeladen, und dieser hat bereits zugesagt.
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump wollen sich zu einem Gipfel treffen. Kim hat Trump zu dem Treffen eingeladen, und dieser hat bereits zugesagt.
KCNA VIA KNS, AFP
Die Annäherung der beiden Länder hat auch für Proteste in Südkorea gesorgt.
Die Annäherung der beiden Länder hat auch für Proteste in Südkorea gesorgt.
AP Photo/Ahn Young-joon
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US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung von Kim Jong-un akzeptiert. Es ist das erste Gipfeltreffen der beiden Staaten. Südkoreas Staatschef Moon Jae-in spricht von einem «historischen Meilenstein».

Doch nicht alle sind begeistert. «Ich bin schockiert, dass Trump zugestimmt hat», sagt Jenny Town vom US-Korea Institut an der John-Hopkins-Universität im «Guardian». Der Präsident müsse sich auf viel Kritik gefasst machen.

«Es ist ein unglaublicher Coup für Kim», findet Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of International Studies. «Es ist wie das Ende eines Films. Nordkorea entwickelt Nuklearwaffen und Raketen, und zwingt den US-Präsidenten, nach Pyongyang zu kommen.» Kim lade Trump nicht ein, um ihm Nordkoreas Waffen zu übergeben, schrieb er auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. «Kim lädt Trump ein, um zu zeigen, dass seine Investition in Atom- und Raketenkapazitäten die USA gezwungen haben, ihn als ebenbürtig zu behandeln.»

Auch Twitter-Nutzer äusserten sich kritisch:

Für Komiker bietet das bevorstehende Treffen eine Steilvorlage. Für Stephen Colbert von der «Late Show» kann das Treffen nur eines bedeuten: «Dennis Rodman wird den Friedensnobelpreis erhalten.»

Der Angesprochene meldet sich gleich selbst zu Wort. «Gut gemacht, Präsident Trump. Sie sind auf dem Weg zu einem historischen Treffen, das kein US-Präsident zuvor erlebt hat», so Ex-Basketballer Dennis Rodman.

Dieser Twitter-Nutzer fragt sich, ob das wohl gut kommt.

Was wohl sonst noch aufgetischt wird?

Ob das Treffen die beiden Präsidenten verändern wird?

Von politischer Seite gibt es Lob aus Peking und Moskau für das Treffen. China begrüsste die vereinbarte Begegnung von Trump und Kim als «positives Signal». Alle Beteiligten müssten jetzt «politischen Mut» beweisen und die «richtigen politischen Entscheidungen» treffen, sagte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums in Peking. Russlands Aussenminister Sergei Lawrow sprach von einem «Schritt in die richtige Richtung».

Kritische Experten

Experten äusserten sich dagegen äusserst skeptisch. Die vereinbarte Begegnung gebe Kim «einen gleichwertigen Status» wie Trump, sagte Evan Medeiros vom Forschungsinstitut Eurasia Group. «Es bestärkt seine Bemühungen, Nordkorea als De-facto-Atommacht anerkennen zu lassen.»

Ein Treffen werde nicht zu einer Aufgabe des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms führen, sagte der einstige Asien-Berater des früheren US-Präsidenten Barack Obama. «Es wird die Statur und Legitimität von Kims Regime vergrössern, ihm mehr Zeit geben, sein Atomwaffenarsenal zu entwickeln, und ihm ermöglichen, effektiver eine Erleichterung von Sanktionen zu suchen.»

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