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Eine Viertelmillion aufgebrachter Studenten

In der chilenischen Hauptstadt Santiago flogen Steine und es brannten Strassenbarrikaden. Mindestens 30 Menschen wurden bei den Protesten für ein besseres Bildungssystem verletzt.

Seit fünf Monaten halten die Proteste an: Unruhen auf den Strassen von Santiago. (Video: Reuters)

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften sowie protestierenden Schülern und Studenten sind in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen verletzt worden.

Unter ihnen befänden sich 25 Polizisten und fünf Zivilisten, teilte die örtliche Verwaltung mit. Mindestens 132 Demonstranten wurden demnach festgenommen, darunter auch mindestens sechs Journalisten.

Polizei mit Steinen beworfen

Die Polizei hatte Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die sich nicht an die genehmigte Kundgebungsroute hielten. Teilnehmer der Proteste bewarfen Sicherheitskräfte unter anderem mit Steinen und zündeten Strassenbarrikaden an.

An den Protesten beteiligten sich insgesamt rund 250'000 Schüler und Studenten, die teilweise seit Monaten den Unterricht boykottieren. Nach weniger als einer Woche hatten die Vertreter der Studenten zuvor ihre Gespräche mit der Regierung abgebrochen.

Seit rund fünf Monaten fordern Studenten und Dozenten eine Reform des Hochschulwesens. Die Protestierenden wollen zudem eine stärkere finanzielle Beteiligung des Staats an der Bildung und eine bessere Ausstattung staatlicher Schulen erreichen. Die Umfragewerte des konservativen Staatschefs Sebastián Piñera fielen seit Beginn der Proteste auf 26 Prozent.

SDA/miw

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