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«Eine Bedrohung für uns alle»

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat das Nachbarland Kolumbien scharf attackiert. Er fürchtet Angriffe in seinem Land.

Kolumbien gehört nicht zu seinen Partnern: Hugo Chávez (l.) mit seinem engen Verbündeten Raul Castro aus Kuba anlässlich der 200-Jahr-Feier.
Kolumbien gehört nicht zu seinen Partnern: Hugo Chávez (l.) mit seinem engen Verbündeten Raul Castro aus Kuba anlässlich der 200-Jahr-Feier.
Reuters

Verbale Attacken gegen das Nachbarland Kolumbien haben die Feiern zum 200. Jahrestag der Unabhängigkeitsbewegung in Venezuela begleitet. Präsident Hugo Chávez bezeichnete den kolumbianischen Präsidentschaftskandidaten Juan Manuel Santos als «eine Bedrohung für uns alle». Santos gilt als Favorit für die Nachfolge von Amtsinhaber Alvaro Uribe bei der Wahl am 30. Mai.

Bei einem Empfang mit mehreren Präsidenten lateinamerikanischer Staaten sagte Chávez, er sei überzeugt, dass Santos bereit sei, grenzübergreifende Militäraktionen anzuordnen, um dort mutmassliche Rebellen anzugreifen. Auch der ecuadorianische Präsident Rafael Correa warnte vor einem weiteren Angriff auf dem eigenen Territorium und sagte: «Wir werden wissen, wie wir zu antworten haben.» Am 1. März 2008 hatten kolumbianische Kampfflugzeuge einen Stützpunkt kolumbianischer Guerilleros in Ecuador angegriffen.

An den Feiern zum Jahrestag nahmen neben Correa auch die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner, der kubanische Staatschef Raúl Castro sowie der bolivianische Präsident Evo Morales teil. In einer Parade zogen neben Einheiten der Streitkräfte auch Indianer aus dem Amazonasbecken mit Pfeil und Bogen durch die Strassen der Hauptstadt Caracas. Chávez nahm die Parade in der Uniform seiner Zeit als Fallschirmjäger ab. Der Gedenktag bezieht sich auf den Beginn des Aufstands unter Führung von Simón de Bolívar am 19. April 1810; am 5. Juli 1811 erklärte Venezuela seine Unabhängigkeit von Spanien.

ddp/sam

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