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Ein Streit übers Rasenmähen

Der Wahlkampf der Republikaner um die US-Präsidentschaft hat an Schärfe gewonnen. In einer TV-Debatte bezeichnete Rick Perry seinen Kontrahenten Mitt Romney als Lügner und Scheinheiligen.

Sind sich in die Haare geraten: Die Präsidentschaftskandidaten der Republikaner Mitt Romney (l.) und Rick Perry (r.) in Las Vegas.
Sind sich in die Haare geraten: Die Präsidentschaftskandidaten der Republikaner Mitt Romney (l.) und Rick Perry (r.) in Las Vegas.
Reuters

Während einer TV-Diskussion der Republikaner in Las Vegas im Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten musste besonders der momentan aussichtsreichste Bewerber Mitt Romney einstecken. Er ist durch harte Angriffe seiner Gegner unter Druck geraten.

Der texanische Gouverneur Rick Perry warf ihm vor, rund ein Jahr lang wissentlich illegale Einwanderer beschäftigt und darüber gelogen zu haben. Romney sei ein Scheinheiliger, wenn er sich nun für schärfere Einwanderungsregeln ausspreche.

Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis

Perry bezog sich auf Vorwürfe, die schon im vergangenen Vorwahlkampf vor vier Jahren aufgekommen waren, als sich Romney ebenfalls um die republikanische Kandidatur beworben hatte. Wie damals bestritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts energisch, bewusst Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis beschäftigt zu haben.

Er räumte lediglich ein, eine Firma zum Rasenmähen auf dem Grundstück seines Hauses beauftragt zu haben, die Illegale mit gefälschten Papieren beschäftigte. Diese seien aber umgehend entlassen worden, als er davon erfahren habe. Romney kanzelte den Vorwurf als Verzweiflungstat von Perry ab. Dessen Umfragewerte waren in den vergangenen Wochen deutlich gesunken.

Kritik an Mormonen

Erneut erklären musste sich Romney auch wegen seiner religiösen Ausrichtung. Als Mormone stösst er vor allem bei evangelikanischen Wählern auf Misstrauen. Ins Kreuzfeuer seiner Kontrahenten geriet er abermals auch, weil er in Massachusetts eine Gesundheitsreform durchgesetzt hatte, die der von US-Präsident Barack Obama ähnelt.

Die Republikaner lehnen das 2010 im Bund verabschiedete Gesetzeswerk ab und wollen es im Falle eines Wahlsieges vollständig abschaffen. Die Vorwahlen der Republikaner beginnen nach bisherigem Stand am 3. Januar im Bundesstaat Iowa. Die Präsidentenwahl findet im November 2012 statt. Obama tritt dann für die Demokraten zur Wiederwahl an.

SDA/wid

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