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Ehre für Edward Snowden

Der US-amerikanische Whistleblower Edward Snowden erhält gemeinsam mit dem «Guardian»-Herausgeber den Alternativen Nobelpreis.

Hier trat er das erste Mal an die Öffentlichkeit: Edward Snowden in einem Hotel in Hong Kong. (9. Juni 2013)
Hier trat er das erste Mal an die Öffentlichkeit: Edward Snowden in einem Hotel in Hong Kong. (9. Juni 2013)
The Guardian, Keystone

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden wird mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Das gab die Right Livelihood Award Stiftung in Stockholm bekannt. Snowden erhält zusammen mit dem britischen Journalisten Alan Rusbridger den undotierten Ehrenpreis. Die Stiftung teilte mit, sie habe die Absicht, juristische Kosten für Edward Snowden zu übernehmen.

Snowden werde geehrt, «weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmass staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmässige Rechte verletzt», erklärte die Stiftung. Der «Guardian»-Journalist Rusbridger erhalte den Preis «für den Aufbau einer globalen Medienorganisation, die sich verantwortlichem Journalismus im öffentlichen Interesse verschrieben hat und gegen grosse Widerstände illegales Handeln von Unternehmen und Staaten enthüllt».

Weder Snowden noch Rusbridger hätten allein das erreichen können, was sie zusammen geschafft hätten, erklärte der Direktor der Right-Livelihood-Award-Stiftung, Ole von Uexküll. «Deshalb geben wir ihnen den Preis gemeinsam.»

Er habe Snowden vergangene Woche über die Auszeichnung informiert, sagte von Uexküll. «Er hat sich sehr gefreut und würde liebend gern nach Schweden kommen.» Das will die Stiftung nun trotz Snowdens Zwangsexil in Russland mit juristischer Unterstützung möglich machen.

Preisgelder werden aufgeteilt

Es gibt darüber hinaus drei Preisträger, die mit Preisgeldern honoriert werden: Das Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Schwedischen Kronen (rund 162.000 Euro) wird zwischen den drei Preisträgern aufgeteilt.

Asma Jahangir werde geehrt, «weil sie die Menschenrechte in Pakistan und darüber hinaus verteidigt, schützt und stärkt - oft in sehr schwierigen und komplexen Situationen und unter grossem persönlichen Risiko», erklärte die Stiftung. Es ist das erste Mal, dass ein Right Livelihood Award nach Pakistan geht.

Ausserdem ehrt die Jury Basil Fernando von der Asian Human Rights Commission in Hongkong «für seine unermüdliche und herausragende Arbeit für die Umsetzung der Menschenrechte in Asien und deren Dokumentation».

Bill McKibben aus den USA erhält den Preis «für die erfolgreiche Mobilisierung einer wachsenden zivilgesellschaftlichen Bewegung für weitreichende Massnahmen gegen den Klimawandel in den Vereinigten Staaten und weltweit».

Der als Alternativer Nobelpreis bekannte Right Livelihood Award belohnt den Einsatz für Menschenrechte, Pressefreiheit, bürgerliche Freiheiten und den Kampf gegen den Klimawandel. Im vergangenen Jahr erhielt unter anderen der US-Aktivist Paul Walker, der sich gegen Chemiewaffen einsetzt, die Auszeichnung.

SDA/thu

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