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Doppelt so viele Migranten-Kinder wurden von Eltern getrennt

Knapp 3000 Minderjährige mehr: Das US-Gesundheitsministerium korrigiert frühere Angaben.

Umstrittene Familientrennung: Eine undatiertes Foto aus einem «US-Border Patrol Processing Center» in Texas.
Umstrittene Familientrennung: Eine undatiertes Foto aus einem «US-Border Patrol Processing Center» in Texas.
US Customs and Border Patrol, Keystone

Die Zahl der Kinder, die an der Südgrenze der USA von ihren illegal eingereisten Angehörigen getrennt wurden, liegt deutlich höher als bislang von der Regierung angegeben. Knapp 3000 Minderjährige seien von der offiziellen Statistik noch nicht erfasst worden, heisst es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des US-Gesundheitsministeriums. Zuvor waren dem Ministerium nur 2737 Migranten-Kindern bekannt, die im Rahmen der «Null-Toleranz-Politik» von US-Präsident Donald Trump von ihren Eltern oder Begleitern getrennt wurden.

Die bisherigen Zahlen stammten vom Juni 2018, als Trump nach massiven Protesten die erzwungenen Trennungen an der mexikanischen Grenze stoppte. «Allerdings könnten tausende Kinder während eines Zustroms getrennt worden sein, der 2017 einsetzte, vor der Zählung», teilte das Ministerium nun mit. Zudem habe es «Probleme» bei der Identifizierung mancher Kinder gegeben.

Der Bericht steht im Widerspruch zu früheren Angaben der US-Regierung, die von einem systematischen Vorgehen bei der erzwungenen Trennung gesprochen hatte. Auch deshalb übten die oppositionellen Demokraten scharfe Kritik an der Regierung. Diese habe die Öffentlichkeit über ihr «abscheuliches» Vorgehen «getäuscht», sagte der Abgeordnete im Repräsentantenhaus, Bennie Thompson.

AFP/sep

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