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Die Massaker werden zu Ritualen

Warum Amerika nichts tut, um Amokläufe zu verhindern.

Die Fakten sind — so hart das in dieser Nüchternheit klingt — schnell erzählt, wenn nicht gar unwichtig: Ein junger Mann, 26-jährig, hat im Umpqua Community College in der Kleinstadt Rosenburg (Oregon) zehn Menschen getötet und sieben verletzt. Er trug gemäss Polizei zwei Pistolen und ein Sturmgewehr auf sich und soll seine späteren Opfer, bevor er auf sie schoss, gefragt haben, ob sie Christen seien. «Bald werdet ihr Gott sehen.»

Offenbar haben Amokschützen das Gefühl, ihren Opfern noch was mit auf den Weg geben zu müssen, bevor sie ihre narzisstische Tat verüben. Als der bleiche Dylan Roof im Juni in ­Charleston eine Gruppe schwarzer Kirchengänger massakrierte, soll er ihnen gesagt haben: «Ihr vergewaltigt unsere Frauen und übernehmt das Land.»

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