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Der neue Mann an Obamas Seite

Pete Rouse tritt als Stabschef der US-Regierung die Nachfolge von Rahm Emanuel an. Mit ihm zieht ein neuer Stil ins Weisse Haus ein.

Ein Washingtoner Insider: Pete Rouse (rechts) zusammen mit Barack Obama bei der Verabschiedung von Rahm Emanuel.
Ein Washingtoner Insider: Pete Rouse (rechts) zusammen mit Barack Obama bei der Verabschiedung von Rahm Emanuel.

US-Präsident Barack Obama verliert einen weiteren engen Mitarbeiter im Weissen Haus. Obamas bisheriger Stabschef Rahm Emanuel kündigte am Freitag in Washington seine Kandidatur für den Bürgermeisterposten seiner Heimatstadt Chicago an. Der Posten im Weissen Haus, dem eine Schlüsselfunktion für die Koordinierung der Regierungsarbeit zukommt, soll mit Obamas langjährigem Berater Pete Rouse besetzt werden.

Obama sagte bei der Vorstellung seines neuen Stabschefs Rouse, dieser habe sich in der langjährigen Zusammenarbeit als «weiser und fähiger Berater» erwiesen. Rouse war bereits Obamas Stabschef, als dieser noch den Staat Illinois im Senat vertrat. Der Stabschef im Weissen Haus kontrolliert den Zugang zum Präsidenten und sorgt für eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit zwischen Weissem Haus, Ministerien und Kongress.

«Einen leicht unterschiedlichen Stil»

Rouse ist ein Washingtoner Insider. Der 64-Jährige gilt als intimer Kenner des parlamentarischen Betriebs. Anders als Emanuel, der sich durch seinen umtriebigen und bisweilen aufbrausenden Managementstil den Spitznamen «Rahmbo» erwarb, hält sich Rouse in der Öffentlichkeit zurück. «Die beiden Herren haben einen leicht unterschiedlichen Stil», scherzte Obama im Weissen Haus. In der langjährigen Zusammenarbeit habe sich Rouse «zu einem meiner engsten Berater» entwickelt, sagte Obama. Die «Washington Post» zitierte am Freitag einen Kommentar Obamas, in dem er Rouse als Mann «absolut ohne Ego» beschrieb.

Dem bisherigen Inhaber Emanuel zollte Obama Tribut. Dessen Ausscheiden sei ein «bittersüsser Moment» für die Regierung. «Ohne Rahms Führungskraft hätten wir nicht erreicht, was wir erreicht haben», sagte der Präsident. Obama wies vor allem auf Emanuels Rolle bei der schwierigen parlamentarischen Verabschiedung der Gesundheits- und der Finanzmarktreform hin.

Zahlreiche Abgänge

In den vergangenen Wochen waren mehrere Schlüsselfiguen aus Obamas engstem Beraterzirkel ausgeschieden. Seine Wirtschaftsberater Larry Summers und Christina Romer kündigten ihre Rückkehr in den Universitätsbetrieb an. Sein Haushaltsdirektor Peter Orzsag verliess das Weisse Haus mit Berufung auf private Gründe. Am 2. November finden in den USA Kongresswahlen statt, bei denen Obamas Demokraten laut Umfragen herbe Verluste drohen.

(AFP)

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