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Der farblose US-Präsident

Die Ereignisse in Ferguson sind Symptom einer Gesellschaft, in der zwar ein schwarzer Präsident an der Spitze steht, die Schwarzen aber in allen Lebensbereichen benachteiligt sind.

Spricht nur selten über Hautfarbe, und noch seltener verbindlich: US-Präsident Barack Obama. (14. August 2014). Foto: Jacquelyn Martin (AP Photo)
Spricht nur selten über Hautfarbe, und noch seltener verbindlich: US-Präsident Barack Obama. (14. August 2014). Foto: Jacquelyn Martin (AP Photo)

Der Präsident weiss, wie sich Amerikas Schwarze fühlen, er hat es ja alles selbst erlebt. Wie Weisse in ihren Autos ihre Türen verriegeln, wenn sich ein Schwarzer nähert. Wie sich die alte Frau im Fahrstuhl an ihre Handtasche klammert, wenn ein Schwarzer einsteigt. Wie ­Weisse in Panik geraten, wenn ihnen ein Schwarzer im Kapuzenpullover begegnet. Barack Obama hat im vergangenen Jahr davon erzählt, damals hatte die Justiz in Florida gerade einen hellhäutigen Nachbarschaftswächter freigesprochen, der den jungen, unbewaffneten Schwarzen Trayvon Martin für verdächtig hielt und erschossen hatte. Obama sagte: «Vor 35 Jahren hätte ich Trayvon Martin sein können.»

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