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Das Dilemma der Latinos

Bei den heutigen Vorwahlen in Nevada hängt vieles von den Stimmen der Latinos ab. Ihr politischer Unmut hat in letzter Zeit stark zugenommen. Besonders schlecht fällt das Urteil über Favorit Mitt Romney aus.

Demonstrierten für eine leichtere Einbürgerung: Latinos am 1. Mai 2006 in Las Vegas.
Demonstrierten für eine leichtere Einbürgerung: Latinos am 1. Mai 2006 in Las Vegas.

Mehr als jeder andere Staat verkörpert Nevada den neuen Westen der USA. Hier sind die Latinos die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe; ihr politischer Einfluss wächst, und ihre Stimme wird immer wichtiger. Ohne sie hätte Barack Obama 2008 nicht gewonnen. Für Mitt Romney, den klaren Favoriten unter den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern, sieht es aus dieser Optik nicht sonderlich gut aus. Seine harsche Anti-Einwanderungs-Rhetorik stösst viele Wähler ab und verärgert Führer der Latinos, die Nevada zu einem republikanischen Stützpunkt des Westens machen wollen. Nevada ist trotz seiner geringen Stimmenzahl dieses Jahr zu einem der entscheidenden Gradmesser geworden. Die US-Politik wird zunehmend von den Latinos geprägt, ihre Stimmkraft ist in den letzten zehn Jahren um ein Mehrfaches schneller gewachsen als die der Weissen. Auch haben sie die Afroamerikaner überholt und werden gemäss der letzten Volkserhebung im Jahr 2050 sogar die grösste Bevölkerungsgruppe sein.

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