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China nicht vor der Tür stehen lassen

Japan hat sich offen für eine Erweiterung der G-8-Gruppe gezeigt. Die sieben grössten Industrieländer und Russland sollten darüber nachdenken, «von Zeit zu Zeit» auch China zu den Treffen einzuladen.

Hier soll gelegentlich auch China mitdiskutieren: Treffen der G-8-Staaten in Huntsville, Kanada.
Hier soll gelegentlich auch China mitdiskutieren: Treffen der G-8-Staaten in Huntsville, Kanada.
Keystone

Die Volksrepublik zu den Beratungen hinzuzuziehen, könne «nützlich und produktiv» sein, sagte der Sprecher des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan am G-20-Gipfel im kanadischen Toronto. Zudem könne Peking so ermutigt werden, mehr Verantwortungsgefühl zu übernehmen.

Auf die Frage, ob Japan für die Bildung einer G-9 eintrete, sagte der Regierungssprecher, der Vorschlag sei zunächst nur bei einem «informellen Meinungsaustausch» auf dem G-8-Gipfel in Huntsville nördlich von Toronto entstanden.

Es bleibe weiterhin dem Gastgeberland überlassen, die Einladungen auszusprechen. Den nächsten G-8-Gipfel organisiert Frankreich in Nizza. Neben Japan, Frankreich und Russland gehören Deutschland, die USA, Grossbritannien, Kanada und Italien der G-8 an.

Obama lädt Hu ein

Auch zwischen den USA und China kommt es offenbar zu einer Annäherung. Nach monatelangen Spannungen nahm Chinas Präsident Hu Jintao eine Einladung von US-Präsident Barack Obama zu einem Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten an, bestätigte ein Vertreter des Weissen Hauses.

Hu sagte in Toronto, China hoffe, die Koordinierung mit den USA in wichtigen regionalen und internationalen Fragen noch verstärken zu können. Es habe «echte Fortschritte» in den Beziehungen zwischen beiden Ländern gegeben. Obama sprach sogar von «enormen Fortschritten» und kündigte für Anfang August einen Besuch führender US-Wirtschafts- und Sicherheitsexperten in China an.

Die Beziehungen zwischen den USA und China waren in den vergangenen Monaten äusserst angespannt. Gründe waren neben der Handelspolitik US-Waffengeschäfte mit Taiwan, das von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird, sowie der Empfang des Dalai Lama im Weissen Haus und Internetzensur.

SDA/bru

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