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Chile rutscht nach rechts

Am Wochenende haben Parteien die Kommunalwahl gewonnen, die dem Ex-Diktator Pinochet (1973-1990) nahestehen.

Feiert seinen Sieg: Pablo Zalaquett (Mitte) von der rechten Oppositionspartei, neuer Bürgermeister von Santiago.
Feiert seinen Sieg: Pablo Zalaquett (Mitte) von der rechten Oppositionspartei, neuer Bürgermeister von Santiago.
Keystone

In Chile haben Parteien, die politisch dem früheren chilenischen Diktator Augusto Pinochet (1973-1990) nahe stehen, die Kommunalwahlen am Sonntag gewonnen. Die Nationale Erneuerung (RN) und die Unabhängige Demokratische Union (UDI) kamen nach Auszählung fast aller Stimmen zusammen auf mehr als 40 Prozent. Die Mitte-Links-Koalition von Präsidentin Michelle Bachelet aus Sozialisten, Christdemokraten und einigen kleineren Parteien erzielte gut 38 Prozent der Stimmen.

Damit ist ein Machtwechsel auch bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr erstmals seit der Rückkehr des Landes zur Demokratie 1990 nicht mehr auszuschliessen. Überraschend stark schnitten auch unabhängige Kandidaten ab, die auf fast 11 Prozent kamen, und die linke Gruppe unter Einschluss der Kommunisten «Junto Podemos Más» (Zusammen können wir mehr), für die etwa 6 Prozent stimmten.

Korruptionsvorwürfe an Bachelet

Politische Beobachter in der Hauptstadt Santiago de Chile machten Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung, mangelnde politische Führung Bachelets sowie Fehlentscheidungen im Wahlkampf für die Schlappe der Regierung verantwortlich. Bachelet rief angesichts des schlechten Wahlergebnisses zur Einheit auf.

SDA/oku

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