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Chávez zieht sich Atemwegsentzündung zu

Der Gesundheitszustand des venezolanischen Staatschefs hat sich erneut verschlechtert. Hugo Chávez ist wegen einer Krebserkrankung immer noch auf Kuba im Spital. Sein Zustand sei heikel, sagte sein Vize am Fernsehen.

Auftritt am Fernsehen: Vizepräsident Nicolás Maduro (2. von rechts) mit Technologieminister Jorge Arreaza (2. von links), Justizministerin Cilia Flores (rechts) und Chávez' Tochter Rosa Virginia (links). (30. Dezember 2012)
Auftritt am Fernsehen: Vizepräsident Nicolás Maduro (2. von rechts) mit Technologieminister Jorge Arreaza (2. von links), Justizministerin Cilia Flores (rechts) und Chávez' Tochter Rosa Virginia (links). (30. Dezember 2012)
Keystone

Der Gesundheitszustand des krebskranken venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez hat sich erneut verschlechtert. Zur Zeit wird er in der kubanischen Hauptstadt Havanna behandelt, wo er am 11. Dezember zum vierten Mal operiert worden war.

Infolge einer Atemwegsentzündung seien neue Komplikationen aufgetreten, teilte Vizepräsident Nicolás Maduro im venezolanischen Fernsehen aus Havanna mit.

«Nicht frei von Risiken»

Die Entwicklung des 58-jährigen Präsidenten sei «nicht frei von Risiken», sagte Maduro, der am Samstag nach Havanna gereist war. Er habe mit Chávez am Sonntag sprechen können. Maduro übermittelte auch einen Neujahrsgruss des Präsidenten. Chávez habe ihn ausdrücklich angewiesen, der Öffentlichkeit über seinen aktuellen Gesundheitszustand zu berichten.

Neunzehn Tage nach der «komplexen» Operation sei sein Zustand weiterhin «heikel». Die physische und geistige Stärke von Chávez ermögliche ihm, die schwierige Lage zu bekämpfen. Maduro drückte die Hoffnung aus, dass «der enorme Lebenswille» des Präsidenten ihn zum Erfolg führe.

Vize führt Geschäfte

Der Vizepräsident erklärte, er werde angesichts der Lage «die nächsten Stunden in Havanna bleiben». Die Fernsehansprache hielt Maduro in Begleitung einer der Töchter von Chávez, Rosa Virginia. Der Vizepräsident führt die Regierungsgeschäfte in Abwesenheit von Chávez.

Der im Oktober wiedergewählte Chávez soll am 10. Januar 2013 seine neue, bis 2019 dauernde Amtszeit antreten. Sollte er dazu nicht in der Lage sein, müssen Neuwahlen ausgerufen werden.

sda/dapd/mw

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