Drogenboss «El Chapo» blitzt mit Einspruch ab

US-Richter haben entschieden, dass die Klage gegen den Sinaloa-Kartell-Führer «El Chapo» wegen Drogenhandels nicht rechtswidrig ist.

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Ein US-Richter hat entschieden, dass eine Anklage wegen Drogenhandels gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán, die nach seiner Auslieferung an die USA erhoben wurde, aufrechterhalten wird. Guzmáns Anwälte hatten argumentiert, mit der Anklage, die in New York eingebracht wurde, sei gegen internationales Recht verstossen worden, da sich der ehemalige Anführer des Sinaloa-Kartells bereits auf den Weg von Mexiko in die USA befunden habe. Das Fallenlassen der Klage würde Protest und Einspruch aus Mexiko zur Folge haben, erklärte Richter Brian Cogan am Freitag (Ortszeit). Guzmán war im Januar an die USA ausgeliefert worden.

Guzmáns Verteidiger kritisierten zudem erneut die Einzelhaft in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York. Die US-Regierung sah diese jedoch nach eigenen Angaben als angemessen für jemanden an, der in Mexiko bereits zweimal aus einem Gefängnis ausgebrochen war. Guzmáns Verteidiger zeigten sich nach der Entscheidung enttäuscht. Die Klage verletzte die Rechte des Drogenbosses, erklärten sie. Sie hofften, der Oberste Gerichtshof würde zu dessen Gunsten entscheiden. Der Prozess gegen «El Chapo» soll im April beginnen.

foa/dapd

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