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Castros schmutziger Plan

Um den klammen Staatshaushalt zu sanieren, streicht Kuba laufend Subventionen für wichtige Grundgüter. Als nächstes davon betroffen sind Hygieneartikel. Seife wird ab sofort zum Luxusgut.

Greift zu radikalen Sparmassnahmen auf Kosten der Bevölkerung: Kubas Präsident Raul Castro.
Greift zu radikalen Sparmassnahmen auf Kosten der Bevölkerung: Kubas Präsident Raul Castro.
Keystone

Körperhygiene wird für Kubaner teurer. Am Mittwoch verkündete die kubanische Regierung, dass Seife, Zahnpasta und Waschmittel zukünftig nicht mehr auf Bezugsmarken erhältlich sein werden. Statt wie bisher 25 Centavos werden Kubaner ab dem 1. Januar vier bis sechs Pesos (elf bis 17 Cent) für ein Stück Seife zahlen müssen – bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von umgerechnet rund 15 Euro. Mit diesen und vorangegangenen Kürzungen der Liste der durch das staatliche Rationierungsprogramm subventionierter Güter will die kubanische Regierung den klammen Staatshaushalt entlasten.

Über die Bezugskarten versorgen sich die Kubaner mit den wichtigsten Gütern des täglichen Bedarfs. In den vergangenen Monaten wurden jedoch etliche Waren, die von der Regierung als nicht grundlegend erachtet werden, gestrichen. Unter anderem Zigaretten, Salz, Erbsen und Kartoffeln. Weiterhin subventioniert werden Zucker, Bohnen, Fleisch, Reis, Eier, Brot sowie einige andere Güter.

Reaktion auf Handelsembargo der USA

Das staatliche Rationierungsprogramm wurde 1962 als Reaktion auf das damals erlassene Handelsembargo der USA eingeführt, um die Grundversorgung der kubanischen Bevölkerung zu gewährleisten. Neben den Subventionskürzungen wurden in den vergangenen Monaten weitere Sparmassnahmen angekündigt. Darunter die Entlassung einer halben Million Arbeiter aus staatlichen Betrieben.

dapd/mrs

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