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Biden zu Gesprächen in Peking – China erteilt USA gute Ratschläge

Jedes Land soll sich aus den Angelegenheiten der anderen heraushalten, so die Haltung in Peking. Bei der angeschlagenen Weltmacht USA scheint das nicht mehr zu gelten – jedenfalls für die chinesische Presse.

Will den chinesischen Amtskollegen besser kennenlernen: US-Vizepräsident Joe Biden mit Tochter Ashley bei der Ankunft in Peking.
Will den chinesischen Amtskollegen besser kennenlernen: US-Vizepräsident Joe Biden mit Tochter Ashley bei der Ankunft in Peking.
Keystone

Chinesische Kommentatoren haben US-Vizepräsident Joseph Biden mit etlichen guten Ratschlägen zu seinem mehrtägigen Besuch in Peking begrüsst. Die USA sollten mehr sparen und damit aufhören, die Wirtschaft mit billigem Geld zu überschwemmen, hiess es unter anderem. Derartige öffentliche Kommentare sind insofern ungewöhnlich, als die offizielle Linie der Kommunistischen Partei lautet: Jedes Land sollte sich aus den inneren Angelegenheiten eines anderen heraushalten.

Biden traf heute in Peking ein. Hauptzweck seines Besuchs ist es, Vizepräsident Xi Jinping besser kennenzulernen, der vermutlich im kommenden Jahr die Führung der Kommunistischen Partei übernimmt und der Ende des Jahres auch noch in Washington erwartet wird.

«Lange Phase des Niedergangs»

Weitere Themen dürften auch Tibet und Taiwan sein. Die Sorgen in China über den Zustand der US-Wirtschaft sind aber das alles beherrschende Thema des fünftägigen Besuchs. Allzu hoch scheint die Meinung in China von den USA nicht mehr zu sein. «Die USA sind in eine lange Phase des Niedergangs eingetreten», schrieb der Ökonom Xia Bin, der die Regierung und die Zentralbank berät, in seinem Blog.

Die Regierung hatte schon wiederholt an die USA appelliert, ausländische Investoren und den Dollar zu schützen. Eine Lösung der wirtschaftlichen Probleme der USA in «verantwortungsvoller Weise» würde zur Verbesserung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen beitragen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

(dapd)

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