Biden muss einstecken – und bleibt vorne

Der ehemalige US-Vizepräsident ist laut einer neuen Umfrage weiterhin Trumps wahrscheinlichster Herausforderer. Bislang schaden ihm die Angriffe der Konkurrenz nur bedingt.

Auf Wahlkampf-Tour: Joe Biden in New Hampshire.

Auf Wahlkampf-Tour: Joe Biden in New Hampshire.

(Bild: Reuters)

Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden führt einer Umfrage zufolge weiter das Bewerberfeld der oppositionellen Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl an. Der 76-Jährige lag einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der «Washington Post» und des Senders ABC zufolge bei potenziellen Wählern der Demokraten mit 29 Prozent vor seinen Mitbewerbern, den linksgerichteten Senatoren Bernie Sanders (19 Prozent) und Elizabeth Warren (18 Prozent).

Der 76-jährige Biden will bei der Wahl im November 2020 gegen den 73-jährigen Präsidenten Donald Trump antreten. Seine Favoritenrolle macht Biden zu einem bevorzugten Ziel von Angriffen nicht nur Trumps, sondern auch seiner parteiinternen Konkurrenten. Zuletzt hatte sein Mitbewerber Tim Ryan aus Ohio, der in der Umfrage bei unter 0,5 Prozent lag, gesagt, Biden habe nicht mehr genügend Energie für den Job - «Man sieht es beinahe täglich.»

Im internen Wettkampf der mehr als 20 demokratischen Präsidentschaftsbewerber geht es vor allem auch um die Frage, mit welcher Grundausrichtung die Partei in den Kampf gegen Trump ziehen soll. Biden steht für einen moderaten Kurs, mit dem Wähler der Mitte in als wahlentscheidend geltenden Bundesstaaten des Mittleren Westens gewonnen werden sollen. Viele seiner Mitbewerber wollen aber mit einem dezidiert linken Kurs auf scharfe Opposition zu Trump gehen.

Die US-Vorwahlen zur Bestimmung der Präsidentschaftskandidaten beginnen Anfang Februar im Bundesstaat Iowa und ziehen sich bis Juni hin. Die Demokraten küren ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin gegen Trump dann offiziell bei einem Parteitag Mitte Juli 2020.


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red/sda

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