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Buttigieg und Klobuchar unterstützen nun Biden

Das Feld der Bewerber vor dem ersten echten Höhepunkt im Rennen um die Kandidatur der US-Demokraten lichtet sich.

Von den ehemaligen Kandidaten Amy Klobuchar und Beto O'Rourke gebilligt: Joe Biden während der Wahlkampfveranstaltung in Dallas. (2. März 2020) Bild: Eric Thayer/Reuters
Von den ehemaligen Kandidaten Amy Klobuchar und Beto O'Rourke gebilligt: Joe Biden während der Wahlkampfveranstaltung in Dallas. (2. März 2020) Bild: Eric Thayer/Reuters
John Locher, Keystone

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten unterstützen ehemalige Konkurrenten vor dem «Super Tuesday» Ex-Vizepräsident Joe Biden. Doch nach Umfragen liegt Bernie Sanders bei den Vorwahlen vorne und Bloomberg könnte Biden Stimmen wegnehmen.

Der aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgestiegene Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg hat seine Unterstützung für den früheren Vizepräsident Joe Biden erklärt.

Er sei «begeistert», nun die Bewerbung Bidens zu unterstützen, sagte Buttigieg am Montag bei einem gemeinsamen Aufritt mit dem früheren Vizepräsidenten im texanischen Dallas.

«Wir brauchen eine Politik, in der es um Anstand geht», sagte Buttigieg. «Das ist es, was Joe Biden sein ganzes Leben lang praktiziert hat.» Buttigieg rief alle seine Unterstützer dazu auf, sich nun für die Kandidatur Bidens einzusetzen.

Senatorin Amy Klobuchar sagte kurz darauf bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Biden: «Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, meinen Wahlkampf zu beenden, als mich seinem anzuschliessen.» Biden dankte Buttigieg und Klobuchar.

Gemässigte Konkurrenten geben auf

Auch der ehemalige Kongressabgeordnete Beto O'Rourke (47) der bereits im November aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ausgeschieden war, macht nun Wahlkampf für Joe Biden. Seine Empfehlung hat im wichtigen «Super Tuesday»-Bundesstaat Texas viel Gewicht: Er stammt aus Texas und hat den Bundesstaat im Kongress vertreten. Biden (77), Buttigieg (38), Klobuchar (59) und O'Rourke gehören zum moderaten Flügel der Demokraten.

Buttigieg hatte als Konsequenz aus seiner schweren Schlappe bei den Vorwahlen am vergangenen Samstag im Bundesstaat South Carolina seine Kandidatur zurückgezogen. Zur Begründung sagte der frühere Bürgermeister von South Bend (Indiana), sein Rückzug diene dem wichtigeren Ziel, die Amerikaner zu einen und US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November zu besiegen.

Pete Buttigieg gibt das Ende einer Präsidentschaftskandidatur bekannt. (Video: Tamedia)

Auch die Senatorin Amy Klobuchar stieg aus dem Rennen aus. Sie erklärte noch vor Buttigieg am Montag ihre Unterstützung für Biden. Klobuchar und Buttigieg gehören wie der der Ex-Vizepräsident dem moderat-pragmatischen Flügel der Demokraten an. Durch die Unterstützung der beiden bisherigen Konkurrenten geht Biden gestärkt in den Super-Vorwahltag an diesem Dienstag.

Bloomberg zum ersten Mal dabei

Der wichtigste Konkurrent Bidens aus dem moderaten Lager tritt allerdings erst jetzt ins Rennen ein: Der Multimilliardär und frühere New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg (78) steht am «Super Tuesday» erstmals auf den Wahlzetteln.

Bloomberg war erst spät ins Rennen eingestiegen und hatte sich in den bisherigen Vorwahlen nicht zur Wahl gestellt. Nach US-Medienberichten hat er Hunderte Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen für Werbespots ausgegeben, um am Dienstag punkten zu können.

Sanders liegt in Umfragen vorne

Die Umfragen zum «Super Tuesday» sahen zuletzt den linksgerichteten Senator Bernie Sanders (78) klar vorne. Sanders, der sich als einen demokratischen Sozialisten bezeichnet, zieht demnach unter anderem als Favorit in die Vorwahlen im bevölkerungsreichen Bundesstaat Kalifornien.

Neben Biden, Sanders, und Bloomberg sind noch zwei weitere Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten: die Senatorin Elizabeth Warren (70) und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38). Sie dürften aber keine Chance mehr haben.

Am Dienstag wird in 14 Bundesstaaten gewählt, darunter grosse und für die Delegiertenstimmen gewichtige Staaten wie Kalifornien, Texas und Virginia. Ausserdem steht im US-Aussengebiet Samoa eine Vorwahl an. Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt bis Juni hin.

Nach den Demokraten im Juli werden die Republikaner dann im August in Charlotte (North Carolina) formell Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten küren.

(SDA)

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