Zum Hauptinhalt springen

Nominierter UNO-Chef Guterres spürt «Demut und Dankbarkeit»

Der frühere portugiesische Regierungschef António Guterres soll die Nachfolge von Ban Ki-moon als UNO-Generalsekretär antreten.

Humanist, aber nicht Utopist: António Guterres wird der neue Chef der Vereinten Nationen. (6. Oktober 2016)
Humanist, aber nicht Utopist: António Guterres wird der neue Chef der Vereinten Nationen. (6. Oktober 2016)
Steven Governo, Keystone
Auf Guterres einigten sich die fünf Vetomächte des UNO-Sicherheitsrats bei einer Sitzung am Mittwoch. Der Sicherheitsrat nominierte ihn am Donnerstag offiziell.
Auf Guterres einigten sich die fünf Vetomächte des UNO-Sicherheitsrats bei einer Sitzung am Mittwoch. Der Sicherheitsrat nominierte ihn am Donnerstag offiziell.
UNO (AP), Keystone
Guterres hat grosse Erfahrung auf politischem Parkett. Und er hat als Hoher Kommissar des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) gewirkt. Er ist ein Experte auf diesem Gebiet. (20. Juni 2015)
Guterres hat grosse Erfahrung auf politischem Parkett. Und er hat als Hoher Kommissar des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) gewirkt. Er ist ein Experte auf diesem Gebiet. (20. Juni 2015)
Emrah Gurel (AP), Keystone
1 / 3

Der Portugiese António Guterres hat seine Nominierung zum nächsten Generalsekretär der Vereinten Nationen mit «Demut und Dankbarkeit» zur Kenntnis genommen. Dankbarkeit spüre er für den «vorbildlich transparenten und offenen» Auswahlprozess im Sicherheitsrat, sagte der ehemalige Ministerpräsident Portugals und Ex-Flüchtlingskommissar der UNO am Donnerstag in Lissabon.

Mit Demut wolle er «die riesigen Herausforderungen» angehen, «die uns erwarten». Er wolle vor allem den «verwundbarsten» Menschen dienen, unter anderem den Opfern von Terrorismus, Konflikten und Armut, kündigte der 67-Jährige in einer ersten Reaktion auf seine Nominierung vor Journalisten im portugiesischen Aussenministerium an.

Guterres betonte unterdessen auch, im Amt sei bis Jahresende noch Ban Ki-moon. Der Portugiese rief daher dazu auf, alles zu tun, damit die Amtszeit des Südkoreaners «erfolgreich zu Ende» geführt werde.

Weiter forderte er von der internationalen Gemeinschaft «rasche Entscheidungen, die die geplagte Welt, in der wir leben, braucht». Er äusserte sich dabei auf Portugiesisch, Englisch, Französisch und Spanisch.

Bestätigung gilt als sicher

Der UN-Sicherheitsrat hat sich offiziell für den früheren portugiesischen Regierungschef António Guterres als neuen UN-Generalsekretär ausgesprochen. Nach einem informellen Votum für Guterres am Mittwoch bestätigte der Sicherheitsrat die Entscheidung nun in New York offiziell mit einer entsprechenden Resolution, wie Diplomaten vor Ort mitteilten.

Nun muss die Entscheidung noch von der aus allen 193 UN-Mitgliedstaaten bestehenden Vollversammlung bestätigt werden, was aber als sicher gilt.

sda/afp/bee

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch