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Am Golf von Mexiko tritt wieder Öl aus

Im Golf von Mexiko sickert womöglich wieder Öl aus dem Meeresboden. Auch die Reinigungsarbeiten erlitten einen Rückschlag.

BP wieder erfolglos: Rettungsarbeiten am Bohrloch im Golf von Mexiko.
BP wieder erfolglos: Rettungsarbeiten am Bohrloch im Golf von Mexiko.
Reuters

Die US-Regierung wies am Sonntagabend (Ortszeit) auf ein Leck in der Nähe des Bohrlochs hin und forderte BP in einem Schreiben auf, innerhalb von Stunden Bericht zu erstatten.

Ingenieure hätten Aussickerungen auf dem Meeresgrund entdeckt, erklärte der von der US-Regierung beauftragte Krisenmanager Thad Allen. Zudem gebe es «unklare Unregelmässigkeiten» am Kopf der Quelle. Ein BP-Sprecher sagte nach Angaben des TV-Senders CNN, er wisse nichts von dem Leck.

BP noch vorsichtig optimistisch

Aus dem Bohrloch sind seit dem Untergang der Förderplattform Deepwater Horizon am 20. April hunderte Millionen Liter Öl ins Meer geflossen. Vor wenigen Tagen hatte BP eine neue Kappe auf das beschädigte Förderrohr in rund 1600 Metern Tiefe aufgesetzt und diese versiegelt.

Seitdem sah es so aus, dass kein Öl mehr ins Meer fliesst. BP-Manager Doug Suttles gab sich am Sonntag noch vorsichtig optimistisch. Vermutlich könne die «Kappe» das Leck unter Verschluss halten, bis Anfang August das Leck tief im Meer endgültig mit Schlamm und Zement versiegelt wird.

Supertanker ist für die Reinigung nicht geeignet

Allerdings schloss Suttles nicht aus, dass es weitere Probleme geben könnte. Falls sich herausstellen sollte, dass die Steigleitung dem Druck nicht standhalten sollte, müssten die Ventile des Zylinders wieder geöffnet werden. Das ausströmende Öl werde dann wie zuvor wieder auf Tanker abgepumpt.

Auch die Säuberungsarbeiten im ölverseuchten Golf von Mexiko erlitten am Wochenende einen Rückschlag. Der taiwanische Supertanker «A Whale» sollte täglich mehrere Millionen Liter ölverschmutztes Wasser aufsaugen und reinigen. Der mit den Arbeiten betraute Admiral Paul Zukunft sagte jedoch, der Tanker sei «nicht geeignet» und werde daher nicht eingesetzt.

Im Zusammenhang mit der Ölpest zahlte der BP-Konzern eigenen Angaben zufolge bislang mehr als 200 Millionen Dollar an Geschädigte in den betroffenen US-Bundesstaaten. Die bisherigen Gesamtkosten für den Konzern hatte BP bislang auf 3,5 Milliarden Dollar beziffert.

SDA/mt

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