«Walmart verkaufte T-Shirt, das zum Lynchen aufrief»

Die Parallelen zwischen der sprachlichen Verrohung in den USA und der Rhetorik vor Genoziden erschrecken Gewaltforscherin Susan Benesch.

Um die hundert Rechtsradikale marschieren durch die liberale Universitätsstadt Charlottesville in Virginia. Sie protestieren dagegen, dass die Statue des Kon­föderierten-Generals Robert E. Lee entfernt werden soll (11. August 2017). Foto: Foto: Samuel Corum (Getty Images)

Um die hundert Rechtsradikale marschieren durch die liberale Universitätsstadt Charlottesville in Virginia. Sie protestieren dagegen, dass die Statue des Kon­föderierten-Generals Robert E. Lee entfernt werden soll (11. August 2017). Foto: Foto: Samuel Corum (Getty Images)

Rechtsradikale marschierten im August durch Charlottesville, eine junge Frau starb. Wäre eine solche Eskalation möglich gewesen ohne Donald Trump?
Es gibt einen ähnlichen Fall von 1977. Damals wollte eine rechtsradikale Organisation einen Protestmarsch in Skokie, Illinois, organisieren, einem Ort mit einer besonders hohen Zahl an Holocaust-Überlebenden. Obwohl das Oberste Gericht den Neonazis grundsätzlich ein Recht auf einen solchen Protestmarsch zugestand, kam es nie dazu. Das muss dem damaligen sozialen und kulturellen Umfeld zugeschrieben werden. Das aktuelle Umfeld hingegen hat Charlottesville zugelassen. Und obwohl ich es nicht belegen kann, bin ich überzeugt, dass Donald Trump substanziell zu dieser Verschiebung beigetragen hat.

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