Trump macht sich für Argentinien stark

Donald Trump hat Vertrauen in den argentinischen Präsidenten. Er will den «wichtigen Verbündeten» mit der Wirtschaftskrise nicht alleine lassen.

Donald Trump befürwortet die argentinischen Verhandlungen mit dem IWF.

Donald Trump befürwortet die argentinischen Verhandlungen mit dem IWF. Bild: Kevin Lamarque/Reuters

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US-Präsident Donald Trump hat seinem argentinischen Kollegen Mauricio Macri bei der Bewältigung der Finanzkrise in dem südamerikanischen Land die Unterstützung der USA zugesichert. Er habe am Dienstagmorgen mit Macri gesprochen. «Argentinien ist seit langem ein strategischer Partner der Vereinigten Staaten und ein wichtiger Verbündeter ausserhalb der Nato», heisst es in einer Mitteilung des Weissen Hauses.

Trump habe Vertrauen in die Führungsqualitäten Macris. Der US-Präsident befürworte und unterstütze seine Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), um Argentiniens Geld- und Wirtschaftspolitik zu stärken und gegenwärtige Herausforderung für das Land zu meistern.

Der Peso verlor in fünf Monaten mehr als 70 Prozent des Werts im Vergleich zum Dollar. Menschen vor einem Laden in Buenos Aires. (4. September 2018) Bild: Eitan Abramovich/AFP

Argentinien hatte erst am Montag eine allgemeine Exportsteuer eingeführt, um das hohe Haushaltsdefizit zu decken. Nach einem starken Sturzflug des Peso forderte Staatschef Macri einen Beitrag der Exporteure zur Überwindung der aktuellen Finanzkrise. Die argentinische Währung hat in den vergangenen fünf Monaten mehr als 70 Prozent ihres Werts im Wechselkurs zum Dollar verloren.

Argentiniens Präsident bestätigte die Aufnahme neuer Verhandlungen mit dem IWF, um die Finanzierung der Staatsverpflichtungen für 2019 zu sichern. Der IWF hatte dem Land bereits im Juni Hilfen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar zugesagt.

Argentiniens Präsident Mauricio Macri hat eine Exportsteuer eingeführt, um das Haushaltsdefizit zu decken. Bild: Marcos Brindicci/Reuters

Wirtschaftsminister Nicolas Dujovne kam am Dienstag in Washington mit IWF-Chefin Christine Lagarde zusammen. Lagarde erklärte nach dem Treffen, beide Seiten hätten mit der Diskussion begonnen, wie der IWF dem Land angesichts der Lage am besten helfen könne. Man habe Fortschritte gemacht und werde die Gespräche nun auf Arbeitsebene fortsetzen.

(oli/sda)

Erstellt: 05.09.2018, 09:31 Uhr

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