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Die Tragödie der fünf Díaz-Brüder

Für die Familie Díaz geht es seit Jahren um Leben und Tod. Die Söhne flüchteten vor Strassengangs aus Honduras – und danach als Illegale durch die USA.

Luis Díaz ist aus den USA abgeschoben worden. Nach dem Wiedersehen mit seinem Sohn muss er sich vor Spähern der Gangs hüten. (Bild: Patrick Tombola/Das Magazin)

Luis Díaz ist aus den USA abgeschoben worden. Nach dem Wiedersehen mit seinem Sohn muss er sich vor Spähern der Gangs hüten. (Bild: Patrick Tombola/Das Magazin)

Jan Christoph Wiechmann@tagi_magi

Man nannte sie die Díaz 5. Sie kamen im Abstand von etwa einem Jahr zur Welt und bildeten früh schon eine ein­geschworene Gemeinschaft. Sie sahen aus wie ihr stämmiger Vater. Sie hatten die gleiche Statur. Sie trugen sogar den gleichen Haarschnitt.

Sie waren wie Fünflinge.

Aber die Brüder ähnelten sich nicht nur äusserlich. Sie lebten auch ähnli­che Leben. Sie spielten Fussball im Ver­ein Juventus ihres Heimatorts Potreril­los. Sie heirateten ihre Jugendlieben, wurden jung Väter. Sie bauten Häuser am Ortsrand und stiegen – einer nach dem anderen – ins Geschäft des Vaters ein, das Bus­unternehmen Susany, be­nannt nach ihrer jüngeren Schwester. Sie lebten im Gleichschritt. Und in Har­monie – soweit das in einem Land wie Honduras möglich ist.

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