Afroamerikanerin schafft Sensation bei den Vorwahlen

Ayanna Pressley stach im Wahlbezirk Boston einen Parteikollegen aus, der seit 20 Jahren im Kongress sitzt.

Pressley gilt seit Langem als aufstrebende Politikerin der Demokraten. (Video: Tamedia/AFP)

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Bei einer Vorwahl der US-Demokraten für die Kongresswahlen im November hat eine afroamerikanische Kandidatin für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Ayanna Pressley sicherte sich im Wahlbezirk von Boston die Kandidatur für einen Sitz im Repräsentantenhaus.

Die 44-jährige setzte sich am Dienstag gegen den alteingesessenen Parteikollegen Michael Capuano durch, der bereits seit 20 Jahren im Repräsentantenhaus sitzt.

«Es sieht so aus, als sei Wandel auf dem Weg», rief Pressley ihren Unterstützern nach ihrem Wahlerfolg zu. Sie habe eine Kampagne nah am Volk geführt. Dass Pressley bei der Kongresswahl als erste Afroamerikanerin für den Bundesstaat Massachusetts ins Repräsentantenhaus einzieht, gilt als sicher, da die Demokraten den Sitz regelmässig verteidigen.

Pressley war 2009 die erste schwarze Abgeordnete im Stadtrat von Boston. (4. September 2018) Bild: Brian Snyder/Reuters

Capuano räumte seine Niederlage ein. «So ist das Leben und das ist okay», sagte Capuano, dessen Niederlage kaum jemand für möglich gehalten hätte. Pressley werde Massachusetts im Repräsentantenhaus gut vertreten.

Pressley gilt seit Langem als aufstrebende Politikerin der Demokraten. 2009 war sie die erste schwarze Abgeordnete im Stadtrat von Boston. Zudem arbeitete sie bereits für den früheren Senator John Kerry.

«So ist das Leben und das ist okay», sagte Michael Capuano, dessen Niederlage kaum jemand für möglich hielt. (4. September 2018) Bild: Brian Snyder/Reuters

Ihr Sieg bei der Vorwahl ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Widerstand gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump bei den Demokraten die Erfolge von Frauen, Vertretern von Minderheiten und von unbequemen Kandidaten befeuert.

Bei den Kongresswahlen im November werden das gesamte Repräsentantenhaus und mehr ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Demokraten hoffen, zumindest die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobern zu können.

(oli/sda)

Erstellt: 05.09.2018, 13:14 Uhr

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