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27 Morde pro 100'000 Einwohner

Lateinamerika hat die höchste Mordrate der Welt. Auch weil die Polizeien massiv unterbesetzt sind.

Während weltweit fünf Morde pro 100'000 Einwohner registriert werden, ist die Rate in Lateinamerika mit rund 27 Morden pro 100'000 Einwohner mehr als fünf mal so hoch.

Das sagte Mexikos Präsident Felipe Calderón am Dienstag (Ortszeit) zur Eröffnung einer zweitägigen Sicherheitskonferenz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Mexiko-Stadt. Vor allem Mexiko macht wegen des Drogenkriegs derzeit Schlagzeilen. In diesem Jahr wurden dort bereits fast 3500 Morde gezählt. Calderón forderte die OAS-Mitglieder auf, bei der Verbrechensbekämpfung besser zusammenzuarbeiten. Eine gemeinsame Datenbank solle das Aufspüren von Drogenbanden und ihrer Konten erleichtern.

Finanzstarke Drogenkartelle

OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza wies darauf hin, dass die Jahreseinnahmen der Drogenkartelle mit rund 320 Milliarden Dollar grösser seien als das jeweilige Bruttoinlandsprodukt in den meisten lateinamerikanischen Staaten. Während die Drogenbanden über immer mehr Mittel verfügten, sei die Polizei unterbesetzt. In den lateinamerikanischen Ländern gibt es nach Insulzas Angaben einen Polizisten pro 650 Einwohner, in Europa komme hingegen ein Polizist auf 300 Einwohner.

Zur Eindämmung der Drogenkriminalität sei auch die Legalisierung von Drogen ein mögliches Mittel, sagte Insulza. Eine Politik, die drei Jahrzehnte lang nicht zum Erfolg geführt habe, müsse überdacht werden.

SDA/vin

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