Zum Hauptinhalt springen

Interview mit der Designerin Bitten Stetter«Auch das Sterben ist eine gestaltbare Phase»

Für Bitten Stetter ist Ästhetik keine überflüssiges Zutat, sondern ein grundlegendes Mittel der Kommunikation: Palliativstation im Diakonissenhaus Bern.

Erstmals wird im Rahmen eines Forschungsprojektes die Verbindung von Design und Lebensende prominent beleuchtet. Wie sind Sie als Modedesignerin auf dieses Thema gekommen?

Ich habe meine kranke Mutter beim Sterben begleitet und war dadurch viel im Hospiz und auf Palliativstationen. Schon dort musste ich schmerzhaft erfahren, welchen Einfluss Dinge und Objekte auf unser Wohlbefinden haben.

Wie kann Design helfen, Sterben als Teil des Lebens zu begreifen?

Indem wir das Lebensende bewusst gestalten, wird es greifbarer und damit weniger beängstigend. Durch meine partizipative Feldforschung in institutionellen Sterbesettings wie Palliativpflegestationen erkannte ich, dass viele Dinge dort eben nicht auf die Bedürfnisse von schwer kranken Patienten ausgerichtet sind.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.