Zum Hauptinhalt springen

Prozess wegen Corona-DemoAuch das «Hineinlaueren» ist strafbar

Ein Mann geriet beim Bundesplatz zufällig in eine unbewilligte Corona-Kundgebung – und danach in die Hände der Justiz.

Ein Bern-Besucher durchquerte während des Lockdown diese unbewilligte Demonstration und missachtete dadurch den Mindestabstand.
Ein Bern-Besucher durchquerte während des Lockdown diese unbewilligte Demonstration und missachtete dadurch den Mindestabstand.
Foto: Manuel Zingg

Dass der Mann aus dem Solothurnischen am 9. Mai 2020 nach Bern kam, war Zufall. Oft unternehme er spontan ein Zugfährtli irgendwohin, sagte der 41-jährige Angeschuldigte vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland. Er habe das Bundeshaus wieder einmal betrachten wollen.

Auf dem Marsch dorthin vernahm er Lärm und undeutliche Lautsprecherdurchsagen, sah ein Gewusel von Menschen mit Transparenten und verstand: Da läuft eine Demo. An jenem Samstag brach sich in Berns Zentrum und in anderen Schweizer Städten die Frustration etlicher Bürgerinnen und Bürger Bahn, die gegen die ihrer Meinung nach überzogenen und freiheitsberaubenden Einschränkungen wegen Corona demonstrierten. Sämtliche Restaurants waren bis zu jenem Wochenende geschlossen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.