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Krebstherapien: Kritisierte Kassen suchen Lösung gegen Preiswillkür

Die Krankenkassen stehen wegen willkürlicher Entscheide über die Vergütung teurer Behandlungen in der Kritik. Nun soll es verbindliche Krierien geben.

Patienten in gleichen Situationen werden ungleich behandelt, stellt eine Studie fest: Vor allem die Krebsbehandlung wird diskutiert, da es oft neue Therapien gibt. Foto: Plainpicture

Patienten in gleichen Situationen werden ungleich behandelt, stellt eine Studie fest: Vor allem die Krebsbehandlung wird diskutiert, da es oft neue Therapien gibt. Foto: Plainpicture

Markus Brotschi

Eine neue Gentherapie gegen Lymphdrüsenkrebs für 370'000 Franken oder ein Medikament gegen zystische Fibrose für 160'000 Franken: Immer häufiger erhalten die Krankenkassen Gesuche für Therapien, die nicht kassenpflichtig sind. Bei der Behandlung von Krebs fällt mittlerweile jedes dritte Medikament in die Kategorie des sogenannten Off-Label-Use von Medikamenten. Zwischen 2014 und 2018 haben sich die Anträge für die Kostenübernahme im Off-Label-Bereich vervierfacht. 2018 stellten Ärzte und Spitäler rund 25'000 Gesuche, wie der Kassenverband Santésuisse mitteilt. Die Kosten für die Medikamente beliefen sich 2018 gemäss einer Branchenschätzung auf 200 bis 300 Millionen Franken. Dazu kommen administrative Kosten für die Kassen von 20 Millionen.

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