Android mit Maus und Tastatur: So gehts

HP arbeitet angeblich an einem Android-Laptop. Mit ein paar einfachen Schritten kann man sich schon jetzt aus seinem Smartphone oder Tablet einen Android-Computer basteln. Eine Anleitung.

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Rafael Zeier@RafaelZeier

Man nehme eine Bluetooth-Tastatur und eine Bluetooth-Maus. In unserem Fall sind dies die Funktastatur von Apple, wie man sie vom iMac kennt, und eine Ultra-Thin-Touch-Maus von Logitech.

Sind die zwei Zutaten parat, kommt das Wichtigste hinzu: das Android-Tablet oder -Smartphone. In den Einstellungen aktiviert man Bluetooth und sucht nach anderen Geräten in der Nähe. Wenn alles klappt, tauchen in der Liste die zuvor eingeschalteten und parat gelegten Eingabegeräte auf.

Jetzt muss man die nur noch der Reihe nach verbinden. Wenn man alles richtig gemacht hat und sich die Geräte vertragen, erscheint auf dem Telefon oder Tablet ein Mauszeiger und die Softwaretastatur wird ausgeblendet.

Möglicherweise wird die Tastatur nicht auf Anhieb richtig erkannt, sodass etwa Umlaute nicht funktionieren. Das kann man in den Tastatureinstellungen (Einstellungen – Sprache & Eingabe – Physische Tastatur) korrigieren, indem man das schweizerdeutsche Tastaturlayout wählt.

Ein zwiespältiger Eindruck

Das Ergebnis der kleinen Bastelei hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Bluetooth-Tastaturen haben sich bei Tablets mehrfach bewährt. Da gibt es nichts zu kritisieren. Selbst bei einem Smartphone kann in speziellen Fällen eine richtige Tastatur – etwa für Notizen während einer Sitzung – Sinn machen.

Die Maus dagegen ist auf Android doch arg eingeschränkt. Rechtsklicks gehen nicht und das Markieren von Textpassagen mit gedrückter Maustaste klappt auch nicht. Aber für einen gelegentlichen Klick kombiniert mit einer Tastatur ist die Maus komfortabler als der Griff zum Touchscreen.

Einer für alle

Wenn man sich das Android-Tablet mit Tastatur und Maus so anschaut, drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob Google Android und Chrome, sein Betriebssystem für Laptops, nicht in Zukunft fusionieren möchte.

Ein und dasselbe Betriebssystem für Telefone, Tablets und Computer, damit hätte Google den Konkurrenten Microsoft und Apple etwas voraus: ein einheitliches Angebot. Aber braucht es das überhaupt?

DerBund.ch/Newsnet

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