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Kalifornische TechfirmaApple stellt Rekord auf: Börsenwert erreicht zwei Billionen Dollar

Trotz der Pandemie: So hoch wie der iPhone-Riese ist noch nie ein US-Unternehmen gehandelt worden.

Kundschaft steht vor einem Berliner Apple-Laden an, um das neuste iPhone zu kaufen.
Kundschaft steht vor einem Berliner Apple-Laden an, um das neuste iPhone zu kaufen.
Foto: Omer Messinger (Keystone/Archiv)

Apple schreibt erneut Wall-Street-Geschichte: Der Börsenwert der Firma stieg zum ersten Mal über die Schwelle von zwei Billionen Dollar an. So hoch wurde noch nie ein US-Unternehmen gehandelt.

Ein etwas mehr als einprozentiges Kursplus auf mehr als 467 Dollar reichte aus, damit die Marktkapitalisierung des kalifornischen Tech-Konzerns am Mittwoch den neuen Meilenstein markierte.

Das Erreichen dieser historischen Marke ist das Ergebnis einer enormen Kursrally – zu Jahresbeginn hatte die Aktie noch knapp 300 Dollar gekostet. Dabei war Apple erst im August 2018 als erster US-Konzern in die Finanzgeschichte eingegangen, der eine dreizehnstellige Bewertung an der Börse schaffte.

Hatte das Unternehmen für die erste Billion noch über 42 Jahre benötigt, so kam die zweite in kaum mehr als zwei Jahren hinzu. Dieses Kunststück lässt sich als Beleg für den anhaltend grossen Erfolg interpretieren, den Apple trotz einer Weltwirtschaftskrise aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin mit seinen Produkten wie dem iPhone hat. (Lesen Sie auch unseren Artikel: Was das neue iPhone bringt und wann es kommt).

Es ist allerdings auch ein Indikator für die extrem hohen Bewertungen von Tech-Unternehmen im Allgemeinen und den Anlagedruck an den von billigem Notenbankgeld gefluteten Finanzmärkten. Auch Apples US-Rivalen Microsoft und Amazon steuern beim Börsenwert auf die zwei mit den zwölf Nullen zu, auch wenn am Mittwoch mit 1,6 Billionen beim Windows-Riesen beziehungsweise 1,65 Billionen Dollar beim weltgrössten Online-Händler noch ein gutes Stück fehlte.

SDA/fal

2 Kommentare
    Rolf Zach

    Produziert werden die Produkte von Apple in China. Dort beschäftigt man die Leute und weltweit verkauft es Apple und versteuert ihre Gewinn in Steuerparadiesen.

    Die einzigen Behörden, die sich bisher daran störten, waren die EU-Behörden in Brüssel und nicht diejenigen in Washington, die von diesen gewaltigen Gewinnen

    von Apple nichts sehen. Natürlich erwarten die Aktionäre von Apple die Chinesen seien so dumm, dass sie diese Apple-Produkte von ihnen hergestellt, nicht selber weltweit als Nachahmer Produkte verkaufen können. Abgesehen davon hat Apple einen Konkurrenten, der sehr lebendig ist, nämlich SAMSUNG, der auch als Ausländer in China herstellt, aber es scheint, dass er die Chinesen technisch besser von Leibe hält als Apple. Apple zahlt sehr wenig Steuer in den USA, aber Präsident Trump ist gerade recht, um wegen ihnen einen Handelskrieg mit China zu veranstalten, weil ihre Software nicht mehr als technische Abwehr so zuverlässig ist.

    Warren Buffet betont ja immer wieder, was er für ein Patriot sei und investiert in Apple, die weder in den USA Steuern bezahlt, noch irgendwelche industriellen Arbeitsplätze schafft.

    Ohne Zweifel hat Apple jetzt den Markt mit ihren Produkten für sich und auch den technischen Vorsprung und wird bewertet mit einem Kurs/Gewinn Verhältnis von 1 zu 40. Aber kann Apple als ein Produkt der Technik ein Marken-Image auf lange Frist aufrechterhalten wie Chanel No. 5.