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Auf Spritztour mit Autoposern«Andere gehen in die Ferien oder shoppen. Mich interessieren nur Autos» 

«Das beste Gefühl ist, wenn Leute dir den Daumen zeigen oder kleine Jungs grosse Augen machen», sagt Emin aus Zürich Seebach.

Im Nachhinein lässt sich genau sagen, wann die Beziehung zwischen Polizei, Medien und Autoposern toxisch wurde: Am 27. April 2020.

520 PS Liebe: Das Diamantauto von Arash, eigenhändig foliert von Emin. 

Auch ein Auto auf Pump muss man sich leisten können

Emin sagt: «Mein Cousin ist neunzehn Jahre alt, verdient 4200 Franken und least ein Auto für 1000 Franken pro Monat.»

«Wenn dir jemand sagt, du hast ein geiles Auto, dann weisst du, dass du alles richtig gemacht hast», sagt Arash.

Die Tricks der Autobauer und die Kniffe der Poser

Fährt das Auto im «Sport-Modus», dröhnt der Auspuff rasch einmal mit über 120 Dezibel – so laut wie ein Presslufthammer.

Zurzeit revidiert der Bundesrat das Strassenverkehrsgesetz. Personen, die wiederholt absichtlich grossen Lärm erzeugen, sollen härter bestraft werden.

Feuerspeiende Auspuffe und Latinomusik

«Wer uns als Autoposer bezeichnet, ist ein richtiger Hurensohn», sagt Salim.

«Als ich in die Schweiz kam, haben mich die Eltern gleich in die Deutschschule gesteckt», sagt Emin. «Das war am Anfang schlimm. Ich war eher scheu, viele haben mich gemobbt.»

Fast all seine Freunde hat Emin in der Autoszene kennen gelernt. Seit er in der Garage in Dielsdorf arbeitet, geht es ihm gut, auch finanziell. Das war nicht immer so.

Salims Mercedes unterwegs zu einem Treffen auf der Raststätte Fuchsberg SZ.

Das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei

Salim streichelt seinen Mercedes: «Minchia, wo sind wir hier? An einer türkischen Hochzeit?»

Mehr Polizeikontrollen führen zu mehr Aggression

Im Jahr 2020 hat die Stadtpolizei Zürich 432 Autos wegen illegaler Modifikationen verzeigt, 2021 waren es sogar 686. 

Hat die Polizei einen Anfangsverdacht, der sich bestätigt, kann sie das Auto einziehen und überprüfen lassen. «Wir versuchen diese Phase möglichst kurz zu halten», sagt Remo Niedermann.

Der Schweizer Abwehrreflex gegen Migranten

Die drei werfen sich in Pose und machen Fotos. Ich muss lachen. Warum eigentlich ist die Schweiz so sauer auf diese Männer?