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Dorfkönig sein wollte er nieAm Anfang die Schreibmaschine – am Schluss das Homeoffice

33 Jahre war Philipp Goetschi als Gemeindeschreiber von Interlaken tätig. Einmal brach er sogar die Regeln – und deckte eine Abstimmungspanne auf.

Drei Jahrzehnte amtete Gemeindeschreiber Philipp Goetschi in Interlaken. Er selbst lebt aber erst seit sieben Jahren im Ort.
Drei Jahrzehnte amtete Gemeindeschreiber Philipp Goetschi in Interlaken. Er selbst lebt aber erst seit sieben Jahren im Ort.
Foto: Adrian Moser

«Das kann nicht sein», dachte sich Gemeindeschreiber Philipp Goetschi im November 2003, als die Abstimmungskommission verkündete, die Mehrheit der Stimmberechtigten von Interlaken habe die neue Tourismusförderungsabgabe abgelehnt. Denn im Abstimmungskampf sei deutlich ein gegenteiliges Resultat absehbar gewesen.

Währenddem die Mitglieder des Gemeinderates der Öffentlichkeit also bereits das überraschende Nein-Resultat zu erklären versuchten, zählten Goetschi und seine Frau, die ebenfalls auf der Gemeinde als Siegelungsbeamtin tätig war, die Stimmzettel noch einmal nach. «Das Ganze war natürlich nicht ganz regelkonform», erinnert sich der Gemeindeschreiber: An der Stimmauszählung der Abstimmungen sei die Gemeindeverwaltung selbst eigentlich nicht beteiligt gewesen.

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