Zum Hauptinhalt springen

Keine PionierleistungAls sich die Stadt Bern gegen die Jugend entschied

In der Stadt Bern dürfen 18-Jährige erst seit 1988 abstimmen. Andere Gemeinden gingen mit der Vergabe der politischen Partizipation kulanter um.

Jugendliche demonstrieren vor dem Berner Rathaus für das Stimmrechtsalter 16. Eine Aufnahme aus dem Jahr 1998.
Jugendliche demonstrieren vor dem Berner Rathaus für das Stimmrechtsalter 16. Eine Aufnahme aus dem Jahr 1998.
Foto: Andreas Blatter

Eigentlich hat alles mit Jean Ziegler begonnen. 1975 forderte der damalige Genfer Nationalrat die Herabsetzung des Stimmrechtalters von 20 auf 18 Jahre. Der Bundesrat wollte davon nichts wissen, das Volk genauso wenig. Die Vorlage wurde 1979 an der Urne abgelehnt. Der Kampf um mehr politische Möglichkeiten für junge Menschen verlagerte sich darauf in die Kantone. Im Kanton Bern gestaltete sich dieser lange eher zaghaft. Erst im Dezember 1983 wurde ein vorsichtiger Schritt zu einer Verjüngung der Demokratie unternommen. Das Stimmvolk hiess haarscharf eine Änderung im kantonalen Gemeindegesetz gut, die es nun den Gemeinden überliess, ob sie das Stimmrechtsalter auf 18 Jahre senken wollen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.